Bericht

Vorlesekoffer für Kinderheime

31.07.2009

Prominente Vorleser unterstützen die bundesweite Initiative


Seit 2007 verteilt die Deutsche Bahn in Kooperation mit der Stiftung Lesen im Rahmen der Initiative „Vorlesekoffer für Kinderheime“ Bücher, Spiele, Kinderzeitschriften und Lesetipps an Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Lesestoff zu verschenken, um Lebens- und Bildungschancen zu vermitteln, das ist das Ziel der Aktion, die in Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg, Hessen, Berlin und Bayern von prominenten Vorleserinnen und Vorlesern unterstützt wurde.

Vorlesestunde mit Kultusminister Henry Tesch in Schwerin
Aus der Abenteuergeschichte „Das Bootsrennen“ von Fabian Lenk lasen Henry Tesch, Kultusminister von Mecklenburg-Vorpommern, und Dr. Joachim Trettin, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, am 8. Juli 2009 in der Schweriner Geschäftsstelle des Verbunds Soziale Projekte e. V. jungen Zuhörern vor. Die Geschichtensammlung mit dem aufregenden Bootsrennen ist Teil des Vorlesekoffer-Sortiments, zu dem neben 22 Kinderbüchern auch Spiele, Kinderzeitschriften und Lesetipps gehören. Kinderheime und ambulante Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in Mecklenburg-Vorpommern erhalten bis Ende 2010 im Rahmen der bundesweiten Initiative der Deutschen Bahn und der Stiftung lesen jeweils einen der roten Vorlesekoffer mit spannenden Büchern zum Vorlesen und Selberlesen.

„Wer Kinder wirklich nachhaltig für das Lesen begeistern möchte, der muss über den Leselernort Klassenzimmer hinaus denken,“ erklärte Kultusminister Tesch. „Mit ihrer Initiative setzt die Deutsche Bahn daher gemeinsam mit der Stiftung Lesen ein strategisch wichtiges Zeichen für die Leseförderung in Deutschland.“
Dr. Trettin betonte: „Dieses Projekt erreicht Kinder ganz unterschiedlicher Bildungsbiografien und kann insbesondere dort, wo es um elementare Chancenvermittlung geht, wichtige Akzente setzen. Daher bildet es einen Schwerpunkt im sozialen wie bildungsbezogenen Engagement der Deutschen Bahn.“

Vorlesestunde mit Kultusminister Helmut Rau in Stuttgart
Am 20. Juli 2009 erlebten die Kinder der Wohngruppe Triangel der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart e. V. eine Vorlesestunde mit prominenter Besetzung. Der baden-württembergische Kultusminister Helmut Rau und Werner Klingberg, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Baden-Württemberg, griffen in den Vorlesekoffer und lasen vor. So erfuhren die Zuhörer, dass sich auch Mädchen für Fußball interessieren und dass manche Badewannen etwas zu erzählen haben. Bis Ende 2010 werden auch in Kinderheimen und ambulanten Kinder- und Jugendhilfe-Einrichtungen Baden-Württembergs rote Vorlesekoffer verteilt.

„Kinder brauchen Bücher - und das nicht nur in der Schule, sondern an allen wichtigen Orten ihres Lebensumfeldes. Nur so kann Lesefreude und damit Lesekompetenz in einer Weise vermittelt werden, dass ein stabiles Fundament entsteht für das lebenslange Lernen“, erklärte Kultusminister Rau.
Werner Klingberg betonte: „Die Deutsche Bahn AG versteht Lesen als elementare Voraussetzung für Erfolg in Schule und Beruf und damit für soziale Teilhabe. Daher liegt hier ein Fokus unseres umfassenden sozialen Engagements. Mit den Vorlesekoffern möchten wir in diesem Rahmen eine besonders wichtige Zielgruppe ansprechen: Kinder in Heimen.“
Heinrich Kreibich, der Geschäftsführer der Stiftung Lesen, sagte: „Es freut uns sehr, dass die Deutsche Bahn als langjähriges Mitglied der Stiftung Lesen auch im Rahmen dieses Projektes eine innovative Idee in einer auf Nachhaltigkeit bedachten Weise umsetzt: Die Initiative ist flächendeckend; jede Einrichtung kann ihr Leseförderungsangebot verbessern.“

Vorlesestunde mit Kultusministerin Dorothea Henzler in Fulda
Im St. Antoniusheim in Fulda stellten die hessische Kultusministerin Dorothea Henzler und Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Hessen, am 23. Juli 2009 Bücher aus dem Vorlesekoffer-Sortiment vor.
„Erfolgreiche Leseförderungsangebote brauchen einen festen Platz im Lebensumfeld der Kinder: Das betrifft den leichten Zugang zu Büchern ebenso wie regelmäßige tägliche Vorlesezeiten. Beides ermöglicht die Initiative Vorlesekoffer für Kinderheime und gibt damit einen wichtigen Bildungsimpuls“, sagte Dorothea Henzler.
Dr. Klaus Vornhusen betonte: „Mit den Vorlesekoffern für die Kinderheime unterstützt unser Konzern eine kindgerechte und lebendige Lesekultur. Leseförderungsprojekte bilden einen Schwerpunkt unseres sozialen Engagements, und wir freuen uns sehr über das große Echo auf die Vorlesekoffer-Initiative.“

Vorlesestunde mit Ekin Deligöz in Berlin
Welche Abenteuer Kinder Tag für Tag erleben und wie Kinder in fremden Länder aufwachsen, erfuhren Kinder der Behindertenwohngruppe des Berliner Elisabeth Weiske Heimes bei einer Vorlesestunde mit Ekin Deligöz, der Vorsitzenden der Kinderkommission des Bundestages und Ingulf Leuschel, dem Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn für Berlin, zum Projektauftakt am 28. Juli 2009. Auch Berliner Kinderheime und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe werden im Rahmen der bundesweiten Initiative der Deutschen Bahn und der Stiftung Lesen mit Vorlesekoffern beschenkt.

„Das Lesen fördern heißt: Kinder stark machen. Durch regelmäßiges Vorlesen wird in ganz umfassender Weise die Persönlichkeit bereichert. Durch Bücher erschließen sich Kinder vielfältige Lebensperspektiven. Daher ist die Initiative Vorlesekoffer für Kinderheime ein bedeutsamer Impuls für Politik und Gesellschaft – ein Projekt mit Vorbildfunktion“, erklärte Ekin Deligöz.
Ingulf Leuschel betonte: „Die begeisterte Resonanz der Kinderheime auf unser Vorlesekoffer-Angebot zeigt, dass wir mit der Initiative auf einem guten Weg sind. So findet das langjährige Leseförderungsengagement der Bahn eine stimmige und erfolgreiche Fortsetzung.“
Heinrich Kreibich ergänzte: „Leseförderung ist eine Zukunftsinvestition, die Früchte trägt. Denn Kinder lassen sich für Geschichten begeistern, wenn man ihre Interessen ernst nimmt und die Leseförderungsangebote auf Nachhaltigkeit ausrichtet. Beides leistet die Vorlesekoffer-Initiative.“

Vorlesestunde mit Familienministerin Christine Haderthauer
Wie ein kleiner Angsthase mutig wird und wann ein Lokführer auf die Toilette gehen darf - das erfuhren die Kinder des Münchner Waisenhauses bei einer Vorlesestunde mit der bayerischen Familienministerin Christine Haderthauer und Klaus-Dieter Josel, dem Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn für Bayern. Die Vorlesekoffer der Deutschen Bahn, prall gefüllt, nicht nur mit den Geschichten vom Angsthasen, werden auch in Bayern an Kinderheime und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe verteilt.
Familienministerin Haderthauer begrüßt das Projekt: "Denn Vorlesen schärft den Verstand, trainiert die soziale Kompetenz und fördert die Sprachentwicklung. Für die jüngeren Kinder hat der Freistaat deshalb auch bereits die Lesestart-Kampagne der Stiftung Lesen unterstützt - 2008 mit 350.000 Euro. Alle bayerischen Eltern von einjährigen Kindern können von dieser Sprach- und Leseförderung profitieren und erhalten ein Lesestart-Set bei der Vorsorgeuntersuchung U6 von ihrem Kinderarzt."
Klaus-Dieter Josel betonte: "Die Bahn ist ein weltweit tätiger Logistik-Dienstleister, Mobilität ist ihr zentrales Ziel. Lesen wiederum vermittelt geistige Mobilität, daher unterstützen wir im Sinne eines ausgesprochen stimmigen Bildungsengagements gerne die Ziele und Anliegen der Stiftung Lesen."
Heinrich Kreibich ergänzte: "Das Lesen fördern heißt Lebenschancen vermitteln. Das gilt in besonderer Weise für die Zielgruppen des Projektes Vorlesekoffer für Kinderheime. Hier können wir nun dank des Engagements unseres langjährigen Partners Deutsche Bahn eine wirklich flächendeckende Initiative realisieren."

Zum Hintergrund:
Bereits seit 13 Jahren ist die Deutsche Bahn Mitglied der Stiftung Lesen und unterstützt viele Projekte zur Leseförderung. Seit zwei Jahren zählt dazu ihre Initiative „Vorlesekoffer für Kinderheime“. Bislang haben rund 1.500 Einrichtungen Koffer erhalten: Vorlesekoffer für die jüngeren Kinder, Bücherkoffer für die etwas älteren. Im Rahmen von landesweiten Auftaktveranstaltungen wird das Infrastruktur-Netz jetzt dichter geknüpft. Das Ziel: Lesestoff verschenken, um Lebens- und Bildungschancen zu vermitteln. Partner sind die Verlage Ravensburger, Carlsen, Velber sowie Beltz.

Kontakt:
Sabine Bonewitz
Stiftung Lesen
Tel.: (06131) 288-90-39
E-Mail: sabine.bonewitz@stiftunglesen.de


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