Meldung

Förderung von Sprache und Literatur im ländlichen Raum

25.08.2021

Programm „Und seitab liegt die Stadt“


Ein reiches kulturelles Leben ist für die Attraktivität des ländlichen Raums von großer Bedeutung. Im Rahmen des Programms „Und seitab liegt die Stadt“ werden in den Jahren 2020 bis 2022 bundesweit literaturbezogene Veranstaltungen für Erwachsene, Jugendliche und Kinder in Orten mit weniger als 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern gefördert. Ziel ist es, die Literaturvermittlung zu stärken und möglichst vielen Menschen Möglichkeiten zu eröffnen, kulturelle und gesellschaftliche Debatten mitzugestalten.

Themenschwerpunkt 2022: ZUKUNFT
Das Jahresthema für 2022 lautet ZUKUNFT. Der Gedanke an die Zukunft weckt Hoffnungen und Ängste, er beflügelt die Fantasie. Faszination für Technik oder die Idee einer idealen Gesellschaft regen Autorinnen und Autoren seit jeher dazu an, lustvoll spekulierend neue Welten zu erdenken. Wenn Literatur Blicke in die Zukunft wagt, werden dabei aber immer auch drängende Fragen der Gegenwart verhandelt; Satire oder Dystopie kann Ausdruck von Skepsis gegenüber sozialen Entwicklungen oder technischem Fortschritt sein.
Zum Jahresthema wird im Mai des Jahres 2022 ein Festival im Literarischen Colloquium Berlin (LCB) stattfinden, das die verschiedenen Facetten des Begriffs ausleuchten soll.

Förderung von Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Gefördert werden literaturbezogene Veranstaltungen wie Lesungen, öffentliche Diskussionen, Workshops und literarische Reihen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Diese Veranstaltungen können zum Beispiel in Bibliotheken, Schulen, Gemeindehäusern oder Vereinsheimen stattfinden.
Um die Projektförderungen bewerben können sich gemeinnützige juristische Personen des privaten Rechts und juristische Personen des öffentlichen Rechts in Kommunen mit weniger als 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern in der gesamten Bundesrepublik.

Projektumfang, Finanzierung und Bewilligung
Die Projekte sollen innerhalb eines Jahres begonnen und abgeschlossen werden. Zuwendungsfähig sind die zur Durchführung des Projekts notwendigen Sachkosten wie Honorare, Reise- und Übernachtungskosten, Raummiete etc. in angemessenem Umfang. Kosten für Öffentlichkeitsarbeit, organisatorische Tätigkeiten sowie Verwaltungskosten können mit einer Pauschale von jeweils 5% der beantragten Summe unterstützt werden.
Projekte können bis zu einem Höchstbetrag von 10.000 Euro gefördert werden. Das Einwerben von Drittmitteln (z.B. von Kommunen, Ländern oder Stiftungen) und eine finanzielle Eigenbeteiligung ist erwünscht und erhöht die Chancen auf Förderung (Richtgröße: 20% der Gesamtkosten). Als Eigenanteil gelten eigene, ausschließlich liquide Mittel der Antragstellenden. Eine Vollfinanzierung ist nur im begründeten Ausnahmefall möglich.
Da die Programme „Und seitab liegt die Stadt“ und „Neustart Kultur“ beide aus Bundesmitteln finanziert werden, ist eine Kombination dieser Förderungen ausschließlich dann möglich, wenn jeweils klar abgegrenzte Programmteile über „Neustart Kultur“ bzw. „Und seitab liegt die Stadt“ laufen.
Fragen zur Beantragung beantwortet das Projektteam im LCB: seitab@lcb.de

Antragstellung bis zum 15. Oktober 2021
Die Förderung richtet sich an Einrichtungen und Träger der kulturellen Vermittlung (z.B. Vereine, Museen, Einrichtungen der Jugend- und Erwachsenenbildung, Begegnungszentren, Kirchengemeinden, Bibliotheken) in Deutschland. Antragsberechtigt sind juristische Personen des privaten und des öffentlichen Rechts, kommunale Gebietskörperschaften sowie kirchliche Träger, die ihren Sitz in der Bundesrepublik Deutschland haben.

Dem Antrag sind folgende Unterlagen beizufügen:
  • Kosten- und Finanzierungsplan
  • Satzung, Geschäftsordnung o. ä.
  • Nachweis der Gemeinnützigkeit bei juristischen Personen des privaten Rechts (Bescheid des Finanzamtes)
Gegebenenfalls sind dem Antrag zusätzlich folgende Unterlagen beizufügen:
  • schriftliche Bestätigungen aller angegebenen Förderungen bzw. Kooperationspartnerschaften
  • vorhandene Angebote und Vereinbarungen
Das Vorhaben darf vor Antragstellung und bis zur Erteilung des Bescheids nicht begonnen werden. In begründeten Fällen können Ausnahmen zugelassen werden. Die zuwendungsrechtlich notwendigen Anforderungen an die Projektverwaltung (insbesondere Formvorgaben und Nachweispflichten) sind sicherzustellen. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht.

Bewerbungen können ausschließlich online über das Bewerbungsportal eingereicht werden:
www.lcb.de/seitab

Bewerbungsschluss ist der 15. Oktober 2021.

Kontakt:
Inga Niemann
Literarische Colloquium Berlin (LCB)
Am Sandwerder 5
14109 Berlin
Tel.: (030) 816 996-64
E-Mail: seitab@lcb.de
www.lcb.de/seitab
Redaktionskontakt: schuster@dipf.de