Leseempfehlung

49. Buxtehuder Bulle für „Acht Wochen Wüste“

22.06.2020

Eindeutiger Favorit der Jugendlichen


Um 3.47 Uhr kommen sie Wren holen. Mitten in der Nacht wird sie aus ihrem Bett gezerrt und in ein wartendes Auto, dann in ein Flugzeug, und schließlich auf einen stundenlangen Marsch durch die Wüste geschickt. Warum das alles? Das Mädchen tobt und zetert, aber nichts hilft. Sie soll die nächsten acht Wochen in der absoluten Einöde verbringen und sich über ihr Verhalten klar werden. Sie ist auf sich selbst gestellt und soll erkennen, wer oder was in ihr steckt. Wren fühlt sich von ihrer Familie verraten und kann sich nur schwer mit ihrer Situation abfinden. Wie kam es dazu, dass sich ihre Eltern nicht mehr anders zu helfen wissen? Wren ist stinkwütend, denn sie hat keine Ahnung, womit sie acht Wochen Wüste verdient hat. Oder etwa doch?
Die Geschichte der 14-jährigen Wren war der Favorit der jugendlichen Jury-Mitglieder. Bei der Auszählung der Jury-Stimmen erhielt der Roman von Wendelin van Draanen die meisten Stimmen.

Der 49. Buxtehuder Bulle geht an:

Acht Wochen Wüste
Von Wendelin van Draanen
Aus dem Englischen von Jessika Komina und Sandra Knuffinke
Magellan-Verlag 2019
336 Seiten, 17,00 Euro, ab 13 Jahren
ISBN:9783734850424

Leseprobe

Preisentscheidung online
Erstmals in der fast 50-jährigen Geschichte des Buxtehuder Bullen konnte die Preisentscheidung nicht vor Publikum stattfinden. Stattdessen wurden die Vorstellung der nominierten Titel, die Auszählung der Stimmen und die Bekanntgabe der Preisträgerin am 18. Juni 2020 auf dem YouTube-Kanal der Hansestadt Buxtehude übertragen.

© Hansestadt Buxtehude

Nominierungen für den 49. Buxtehuder Bullen
Aus rund 80 Neuerscheinungen des Jahres 2019 hatte 22-köpfige Jury – bestehend aus elf jugendlichen und elf erwachsenen Leserinnen und Lesern – sechs Titel für den Preis nominiert:

Cassardim –Jenseits der goldenen Brücke
Von Julia Dippel
Planet!, 384 Seiten

Todesstreifen
Von Helen Endemann
Rowohlt Rotfuchs, 256 Seiten

Der Mantel
Von Brigitte Jünger
Jungbrunnen-Verlag, 220 Seiten

Das Schicksal weiß schon, was es tut
Von Bridgid Kemmerer
Aus dem Englischen von Henriette Zeltner und Sylvia Bieker
Dragonfly, 352 Seiten

Grenzgänger
Von Aline Sax
Aus dem Niederländischen von Eva Schweikart
Urachhaus, 493 Seiten

Acht Wochen Wüste
Von Wendelin van Draanen
Aus dem Englischen von Jessika Komina und Sandra Knuffinke
Magellan-Verlag, 336 Seiten


Über den Buxtehuder Bullen
Nach dem friedfertigen Stier Ferdinand aus dem 1937 erstmals publizierten Buch „The Story of Ferdinand“ von Munro Leaf ist der Jugendbuchpreis Buxtehuder Bulle benannt. 1971 initiierte der Buxtehuder Buchhändler Winfried Ziemann den Preis, um Jugendliche für das Lesen zu begeistern und die Verbreitung guter Jugendbücher zu fördern. Eine paritätisch zusammengesetzte Jury aus elf Jugendlichen und elf Erwachsenen entscheidet über das Preisbuch. Auswahlkriterien sind literarische Qualität, Lektürevorlieben Jugendlicher sowie Themen, die Jugendliche und Literaturexperten gemeinsam bewegen. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro und einer Stahlplastik in Form eines Bullen dotiert. Im Stadtbild von Buxtehude werden die Preisträgerinnen und Preisträger in Form einer Messingplatte auf dem sogenannten BULLEvard verewigt.

Kontakt:
Ulrike Mensching
Stadtbibliothek Buxtehude
Fischerstraße 2
21614 Buxtehude
Tel.: (04161) 99 90 6-0
E-Mail: u.mensching@stadt.buxtehude.de
Internet: www.buxtehuder-bulle.de


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