Leseempfehlung

JuLit 1/2019: Bücher lesen - Filme lesen

25.04.2019

Inszenierte Kinder- und Jugendliteratur in einem anderen Medium


Seit Caroline Links moderner Verfilmung des Kästner-Klassikers „Pünktchen und Anton“ im Jahr 1998 hat sich der Kinderfilm in deutschen Kinos etabliert. Nicht selten bedienen sich die Produzenten bei literarischen Vorlagen. Denn bekannte Geschichten und Helden sprechen nicht nur Kinder, sondern auch ihre Eltern an. In dieser Ausgabe der AKJ-Zeitschrift JuLit werden zahlreiche filmreife Bücher vom „Sams“ bis zu „Matti und Sami“ vorgestellt. Der Verbund von Buch und Film eröffnet Chancen für die Leseförderung und Verfilmungen wie die von Andreas Steinhöfels „Rico und Oscar“-Bänden setzen in ihrer Thematik, ihrer Ausstattung und prominenten Besetzung Akzente. Dabei kommt es gerade bei den prominenten Stoffen auf originelle Adaptionen an. Es zeigt sich jedoch, wie auf dem Buch- so läuft auch auf dem Filmmarkt das Besondere Gefahr, in der Merchandising-Maschinerie unterzugehen. Hier ist Unterstützung gefragt, etwa durch die Initiative „Der besondere Kinderfilm“.
Außerdem enthält das Heft u.a. ein Porträt der Autorin Nana Rademacher. Julia Süßbrich setzt sich für Bücher in leichter Sprache ein und gibt einen Überblick über das Angebot. Angelika Nix lobt die Filmbiografie Astrid. Und Barbara Gelberg nimmt Abschied von der großartigen Erzählerin Mirjam Pressler. Die zweifache Sonderpreisträgerin verstarb im Januar.

Inhaltsverzeichnis JuLit 1/2019

Bücher lesen - Filme lesen. Inszenierte Kinder- und Jugendliteratur in einem anderen Medium

FOKUS

Stefan Stiletto: Mit Bildern erzählen. Grundlagen der Filmanalyse

Margret Albers: (Buch-)Favoriten im Kino. Kleine Zielgruppe, breites Angebot

Tobias Kurwinkel: Als die Bilder laufen lernten. „Hugo Cabret“ und die Geschichte des Films

Doris Breitmoser: Der Radar ist immer an. Gespräch mit Produzent Philipp Budweg

Beate Völcker: Eine Wendewundergeschichte. Vom Tatsachenroman „Fritzi war dabei“ zum Kinoabenteuer

Reinhold T. Schöffel: Filme mit der Lizenz zum Zeigen. Vorführungen in Jugendarbeit und Schule

Christian Exner: Zwischen Nostalgie und echter Frische. Ein Abgesang auf den „Retro-Charme“ des literaturbasierten Kinderfilms


AUS DER WERKSTATT

Sabine Fecke: Kämpfen lohnt sich. Zu Besuch bei Nana Rademacher


FORUM

Julia Süßbrich: Bücher für „schwache“ Leser? Angebote bei Leseschwierigkeiten


FUNDSTÜCKE

Rezensionen zu: „Paul und der Krieg“, „Die Seidenstraßen“, „Dieses Buch auf keinen Fall ablecken“, „Das ist kein Buch“, „Jacky Marrone jagt die Goldpfote“, „Johnny und die Pommesbande“, „Wenn Worte meine Waffe wären“, „Wicker King“


FACHLITERATUR

Anna Stemmann: Rezension zu „Der Initiationsroman in der deutsch- und englischsprachigen Kinderliteratur“ von Hadassah Stichnothe

Claudia Bucheli: Rezension zu „Bewegte Welt - Bewegte Bilder“ von Friederike Rückert


BUCH AUF - FILM AB

Angelika Nix: Die junge Astrid. Filmbiografie über Astrid Lindgren


BERICHTE & NACHRICHTEN

Heike Nieder: Was Lyrik vermag. Bericht von einem Symposium in Irsee

Barbara Gelberg: Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen. Nachruf auf die große Erzählerin Mirjam Pressler

JuLit - die Zeitschrift des Arbeitskreises für Jugendliteratur
Viermal im Jahr wendet sich JuLit an alle, denen die Förderung und Vermittlung der Kinder- und Jugendliteratur ein besonderes Anliegen ist: an Einzelpersonen ebenso wie an Institutionen und Fachverbände. Jedes Heft widmet sich mit Artikeln, Interviews, Autorenporträts und Bibliografien einem Themenschwerpunkt. Im letzten Heft des Jahres steht der Deutsche Jugendliteraturpreis mit seinen Preisträgern und der Preisverleihung im Mittelpunkt.
In Werkstattberichten werden Nachwuchstalente aus dem Kinderbuchbereich vorgestellt; relevante Fachliteratur wird in ausführlichen Rezensionen erschlossen. Weitere Schwerpunkte liegen bei internationalen Entwicklungen und Ereignissen, bei den Aktivitäten des Arbeitskreises für Jugendliteratur und seiner Mitgliedsverbände. Berichte aus der praktischen Arbeit der Literaturvermittlung sowie aktuelle Meldungen und Nachrichten runden das Spektrum der Zeitschrift ab. Meinungsvielfalt ist für den Arbeitskreis für Jugendliteratur seit seiner Gründung 1955 prägend. Das Gleiche gilt auch für seine Zeitschrift: JuLit bietet Raum für unterschiedliche Positionen und Forschungsrichtungen, für eine kontroverse und konstruktive Debatte zur Kinder- und Jugendliteratur.
JuLit erscheint vierteljährlich und ist für 9,50 Euro zzgl. Versand erhältlich.

JuLit-Archivrecherche
Auf der Homepage des Arbeitskreises für Jugendliteratur kann anhand von Personennamen, Titeln, Schlagworten, Ausgaben oder Jahrgängen nach Artikeln in allen JuLit-Ausgaben seit 1991 gesucht werden:
www.jugendliteratur.org/archiv-recherche/c-123

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