Leseempfehlung

Wissenschaftscomic „Lasergirl: Jagd auf den Killerkeim“

28.07.2021

Infektionsforschung als Superheldinnen-Abenteuer




Titelseite des Comics
Titelseite des Comics
© Leibniz-IPHT
Batman und Iron Man müssen die Technologien, die ihnen Superkräfte verleihen, erst erfinden – und doch bleiben sie Science Fiction. Bei Lasergirl ist es umgekehrt: Ihre Superkraft gibt es wirklich - denn es geht um Science, nicht um Fiktion.
Am 7. Juli 2021 hat das Leibniz-Institut für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) den neuen Wissenschaftscomic „Lasergirl“ gemeinsam mit Bundesforschungsministerin Anja Karliczek in Berlin präsentiert.
Lasergirls Superkraft ist Licht. Ihre Geheimwaffe ist eine Methode, die Forschende in Jena und Europa entwickelt haben, um lebensbedrohliche Infektionen schnell zu erkennen. „Lasergirl: Jagd auf den Killerkeim“ ist ab sofort als kostenfreies E-Book auf den gängigen Plattformen sowie auf www.lasergirl.de erhältlich.

In der Körperwelt lauert eine unbekannte Gefahr. Die Immunpolizei versucht, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Doch gegen wen kämpft sie wirklich? In einem actionreichen Comic-Abenteuer macht sich Lasergirl auf die Reise ins Innere des Körpers, um dem Killerkeim eine Falle zu stellen. Ihre Geheimwaffe ist eine Methode, die ein Forschungsteam des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) und des Universitätsklinikums Jena mit europäischen Partnern entwickelt hat, um eine lebensbedrohliche Sepsis - umgangssprachlich „Blutvergiftung“ - schnell zu erkennen: mithilfe von optischen Technologien und Künstlicher Intelligenz.

Actionreiche Reise ins Innere des Körpers
Für die Erforschung des lichtbasierten Diagnoseverfahrens sowie für die Idee, davon in einem Comic zu erzählen, hat das Forschungs- und Kommunikationsteam des Leibniz-IPHT 2019 den Ralf-Dahrendorf-Preis für den Europäischen Forschungsraum erhalten. Mit der Auszeichnung würdigt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) kreative Konzepte der Wissenschaftskommunikation.

Einblick in die Entstehung einer lebensrettenden Technologie
Idee und Skript des Comics stammen von Lavinia Meier-Ewert und Daniel Siegesmund, gezeichnet hat ihn die Weimarer Illustratorin Sandruschka. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die die vorgestellte Diagnosemethode erforscht haben, sind auch im Comic in Lasergirls Team: Prof. Dr. Jürgen Popp, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien, Prof. Dr. Ute Neugebauer und Dr. Anuradha Ramoji vom Leibniz-IPHT und dem Center for Sepsis Control & Care (CSCC) am Universitätsklinikum Jena (UKJ) sowie der Intensiv-Mediziner und Sepsis-Experte Prof. Dr. Michael Bauer, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am UKJ.

Wissensteil liefert Material für den Unterricht
Der Lasergirl-Comic liefert Leserinnen und Lesern ab 10 Jahren einen Einblick in eine Technologie, die Leben retten kann. Denn eine Sepsis wird mit derzeitigen Diagnosemethoden oft zu spät erkannt. Dieser lebensbedrohliche Zustand trifft jedes Jahr etwa 280.000 Menschen in Deutschland; mehr als ein Schlaganfall, als Brust- oder Darmkrebs. Fast jeder vierte überlebt eine Sepsis nicht.

Was passiert, wenn sich das Immunsystem bei einer Blutvergiftung gegen den eigenen Körper richtet? Warum sind multiresistente Keime so gefährlich? Und wie kann man sie stoppen? Ein Wissensteil erläutert, wie es tatsächlich funktioniert, Keime mit einem Laser zu identifizieren. Und was alles passieren muss, bis die lebensrettende Technologie am Krankenbett zum Einsatz kommt.

„Lasergirl: Jagd auf den Killerkeim“ ist als kostenfreies E-Book auf lasergirl.de sowie den gängigen E-Book-Plattformen erhältlich. Der Comic ist auch im Unterricht einsetzbar.

Lasergirl: Jagd auf den Killerkeim
Herausgegeben vom Leibniz-Institut für Photonische Technologien
Story & Text: Lavinia Meier-Ewert & Daniel Siegesmund
Illustration: Sandruschka
ISBN 978-3-9822875-1-5
www.lasergirl.de

Leibniz-Institut für Photonische Technologien
Im Mittelpunkt der Forschung am Leibniz-IPHT steht das Licht. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen innovative photonische Verfahren und Werkzeuge für die Anwendung in der klinischen Diagnostik, etwa der Infektions- und Krebsdiagnostik, der Pharmazie und Prozesskontrolle sowie in der Lebensmittel- und Umweltsicherheit. Ein wesentliches Ziel ist es, die Translation zu beschleunigen: die Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Praxis — from Ideas to Instruments. Für seine technologischen Lösungen für eine verbesserte Diagnostik von Krebs und Infektionskrankheiten wurde das Leibniz-IPHT vielfach ausgezeichnet, zuletzt etwa mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vergebenen Ralf-Dahrendorf-Preis für den Europäischen Forschungsraum, dem Thüringer Forschungspreis 2019, dem Kaiser- Friedrich-Forschungspreis 2018 sowie dem 3. Preis des renommierten Berthold-Leibinger-Innovationspreises 2018.


Kontakt:
Daniel Siegesmund
Leibniz-Institut für Photonische Technologien e.V.
Albert-Einstein-Str. 9
D-07745 Jena
Tel.: 03641-206-00
E-Mail: institut@leibniz-ipht.de
www.leibniz-ipht.de
Redaktionskontakt: schuster@dipf.de