Bericht

23. April: Welttag des Buches und des Urheberrechts

20.04.2018

Ein Feiertag für das Lesen




Plakat zum Welttag des Buches
Plakat zum Welttag des Buches
© Börsenverein e. V.
Inspiriert von dem katalanischen Brauch, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken, erklärte die UNESCO den 23. April auf ihrer 28. Generalkonferenz zum „Welttag des Buches und des Urheberrechts“. Seit 1995 wird an diesem Tag, der zugleich Todestag von Shakespeare und Cervantes ist, weltweit auf die fundamentale Bedeutung des Buches und des Lesens hingewiesen. In Deutschland beteiligen sich seit 1996 jedes Jahr zahlreiche Buchhandlungen, Schulen, Bibliotheken und Verlage mit Lesungen, Vorlesestunden, Schreibwettbewerben, Diskussionsrunden und vielen weiteren Aktionen an dem landesweiten Lesefest, das vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Stiftung Lesen unterstützt wird. Über Kampagnen und Aktionen zum Welttag des Buches, Lesetipps und Unterrichtsmaterialien zum Download informiert die Website www.welttag-des-buches.de.

Botschaft der Generaldirektorin der UNESCO zum Welttag des Buches
„Wenn wir Bücher feiern“, schreibt Audrey Azoulay, Generaldirektorin der UNESCO, in ihrer Botschaft zum Welttag des Buches, „dann feiern wir Tätigkeiten, wie das Schreiben, Lesen, Übersetzen und Publizieren, die es jedem ermöglichen, sich zu bilden und zu verwirklichen; und wir feiern die Grundrechte, die es uns ermöglichen, diese Tätigkeiten auszuüben.“ Überall auf der Welt müssten diese Grundrechte geschützt und das Lesen und Schreiben gefördert werden, um Analphabetismus und Armut zu bekämpfen, so die Generaldirektorin. Ihre Botschaft ist abrufbar auf der Website der UNESCO unter: https://en.unesco.org/

Athen – Welthauptstadt des Buches 2018
Seit 2001 zeichnet die UNESCO gemeinsam mit der Internationalen Vereinigung bibliothekarischer Verbände und Einrichtungen sowie der Internationalen Verleger-Union Städte, die im besonderen Maße Bücher und das Lesen fördern, mit dem Titel „Welthauptstadt des Buches“ aus. Mit der Auszeichnung würdigt die UNESCO den bereichernden Einfluss von Büchern auf Kultur und Bildung sowie auf die Förderung von Verständigung und Toleranz. Vom 23. April 2018 bis zum 23. April 2019 ist Athen die Welthauptstadt des Buches. In Anerkennung ihrer vorbildlichen Programme zur Unterstützung des Verlagswesens, die den Zugang zu Büchern für die gesamte Bevölkerung und insbesondere für Migranten und Flüchtlinge erleichtert haben, wurde der griechischen Hauptstadt der Titel verliehen. Weitere Informationen auf der Website https://athens2018.gr/

Die Stadtbibliothek Bremen zeigt vom 27. April bis zum 31. Mai 2018 im Wall-Saal der Zentralbibliothek die Ausstellung „Athen – Welthauptstadt des Buches 2018“. Zu sehen sind Bücher, bsw. Neuerscheinungen von Übersetzungen griechischer Autoren sowie andere Buchformen, wie antike Papyrus-Blätter aus der Sammlung der Universität Bremen. Griechische Künstler, die in Deutschland leben, werden in der Ausstellung Künstlerbücher, Bilder und Zeichnungen sowie Fotografien und Objekte zeigen. Weitere Informationen unter: www.stabi-hb.de/termine/

Fachgespräch in der Amerika-Gedenkbibliothek am 23.04.2018 um 11.00 Uhr
„Welche Lesefähigkeiten brauchen Kinder und Jugendliche heute und wie können wir sie fördern?“ lautet das Thema eines Fachgesprächs, zu dem die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) und der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) am 23. April 2018 um 11.00 Uhr in die Amerika-Gedenkbibliothek in Berlin–Kreuzberg einladen. Zum Auftakt liest die Kinderbuchautorin Sabine Ludwig bereits um 10.00 Uhr vor einer 3. Grundschulklasse. Über Möglichkeiten und Chancen der Förderung von Lese- und Medienkompetenz diskutieren anschließend Expertinnen und Experten aus Bibliotheken und Schulen, aus dem Verlagswesen und der Bildungsforschung. Weitere Informationen: www.bibliotheksverband.de

Medienempfehlungen und Unterrichtsimpulse zum Welttag des Buches
Seit 1997 erscheint jedes Jahr zum Welttag des Buches am 23. April ein Buch der Reihe „Ich schenk dir eine Geschichte“. Die gemeinsame Aktion von Stiftung Lesen, Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Deutsche Post, cbj Verlag und ZDF unter der Schirmherrschaft der Kultusminister der Länder soll Kinder mit spannenden Geschichten für das Lesen begeistern. 2018 erscheint mit „Lenny, Melina und die Sache mit dem Skateboard“ von Sabine Zett die 22. Ausgabe des Welttagsbuches. Der Romantext wird durch eine 32-seitige Graphic Novel des Illustrators Timo Grubing erweitert, die sich gut für den Einsatz in Integrations-, Förder- und Willkommensklassen eignet. Für die Einbindung des Buches in den Unterricht stellt die Stiftung Lesen Unterrichtsmaterial mit praktischen Tipps und Anregungen zur Verfügung. Darüber hinaus soll ein Schreib- und Kreativwettbewerb zur fantasievollen Auseinandersetzung mit der Geschichte anregen.
Die Bildergeschichte zum Welttagsbuch steht mit und ohne Text auf der Website der Stiftung Lesen zum Download zur Verfügung, außerdem Medienempfehlungen und Ideen für den Unterricht zum Welttag des Buches 2018: www.stiftunglesen.de/aktionen/welttagdesbuches/

Christine Schuster



Redaktionskontakt: schuster@dipf.de