Leseempfehlung

Die besten 7 Bücher für junge Leserinnen und Leser

09.03.2020

Deutschlandfunk-Bestenliste im Monat März 2020




© Deutschlandfunk
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Samstags von 16.05 bis 16.30 Uhr werden im Deutschlandfunk Bücher für junge Leserinnen und Leser vorgestellt und jeweils am ersten Samstag im Monat „Die besten 7“ - ermittelt von 30 Jurorinnen und Juroren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Auftrag der Literatur-Redaktion des Deutschlandfunks. Alle Sendungen stehen zum Nachhören als Podcasts auf der Website der Sendung „Bücher für junge Leser“ zur Verfügung, ebenfalls die Manuskripte der Sendungen: www.deutschlandfunk.de/buecher-fuer-junge-leser

Am 7. März stellte Ute Wegmann im Gespräch mit der Jurorin Christiane Raabe die Deutschlandfunk-Bestenliste des Monats März 2020 vor.

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Quelle: www.deutschlandfunk.de

Der kleine Fuchs
Von Edward van de Vendel und Marije Tolman (Illustration)
Aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf
Gerstenberg Verlag. 88 Seiten, 14 Euro, ab 4 Jahren

Eine Geschichte zwischen Traum und Wirklichkeit, in ihrem Mittelpunkt ein Fuchs. Nach einem Sturz fällt der Kleine in eine Art Traum und erinnert sich an Ereignisse, die sein Fuchsleben prägten. An Spannendes, Gefährliches und Bezauberndes: Den Wald erkunden, auf Menschen treffen, zum ersten Mal Schmetterlinge sehen. Was für ein schönes Leben. Ein Spiel mit Fotos und Farben, angesiedelt in einer niederländischen Dünenlandschaft, wird zu einem visuell ungewöhnlichen, sehr poetischen Bilderbuch.


Ida und die Welt hinterm Kaiserzipf
Von Linda Schwalbe
NordSüd Verlag. 64 Seiten, 18 Euro, ab 5 Jahren

Ida (1797 – 1858) lebt in einer Zeit, in der Mädchen nur Mutter und Hausfrau sein sollen. Aber Ida hat andere Vorstellungen. Sie will Forscherin werden und auf Expeditionen gehen. Mutig tritt sie ihre erste Weltreise an. In fernen Ländern begegnet sie fremdartigen Landschaften und Tieren und anderen Kulturen. Ein wildes, ungestümes Bilderbuchdebüt mit knalligen Farben, dynamischen Formen und wenigen, prägnanten Worten. Eine Hommage an die Forscherin Ida Pfeiffer.


Manno! Alles genau so in echt passiert
Von Anke Kuhl
Klett KInderbuch. 136 Seiten, 16 Euro, ab 7 Jahren

„Manno!“ erzählt in Comic-Episoden von der Kindheit der kleinen Anke in einer hessischen Kleinstadt. Wir tauchen ein in eine Welt, in der Oma und Opa noch im selben Haus leben und in der man nachmittags auf ziemlich verrückte Ideen kommen kann. Eine Welt, die bei aller Familienintimität nicht ohne Brüche ist. Komisch und tieftraurig und ganz viel dazwischen. Eine berührende Kindheitsgeschichte für Kleine und Große.


Bianca
Bart Moeyaert
Aus dem Niederländischen von Bettina Bach
Hanser Verlag. 134 Seiten, 14 Euro, ab 10 Jahren

Biancas Eltern sind getrennt, aber in einem einig: Bianca ist schwer zu händeln. Das Mädchen fühlt sich herumgeschubst, niemand versteht sie und der kranke jüngere Bruder zieht sowieso alle Aufmerksamkeit auf sich, nicht nur an diesem Tag, sondern immer. Am liebsten würde Bianca verschwinden. Stattdessen hält sie den Mund, weil sie gut schweigen kann. Nur ihre Gedanken schweigen nicht. Messerscharf analysiert sie ihre Situation an diesem heißen Sommertag. Aber plötzlich sitzt eine Frau auf dem Sofa, die sie kennt. Denkt sie. Ihr Serienstar aus dem Fernsehen. Und plötzlich versteht Bianca, dass alles anders sein kann als es scheint.


Tante NonNo
Shigeru Mizuki
Lettering von Michael Möller
Aus dem Japanischen von Daniel Büchner
Reprodukt Verlag. 416 Seiten, 20 Euro, ab 10 Jahren

Die japanische Kultur ist reich an Legenden über Geister und andere übernatürliche Wesen. Diese Wesen, genannt Yôkai, sind auch außerhalb Japans beliebt, vor allem durch die Yôkai-Geschichten von Shigeru Mizuki, der sie schon in den 1960er-Jahren veröffentlichte. In den autobiografischen Kindheitserinnerungen erzählt der Künstler, wie er als Kind die Welt der Yôkai entdeckte, als seine Eltern die Witwe eines buddhistischen Mönchs bei sich aufnahmen, denn diese alte Dame wusste allerlei Geschichten zu erzählen. Als erster Manga auf dem Internationalen Comicfestival in Angoulême mit dem „Preis für das beste Album“ ausgezeichnet, ist das Buch ein großes Vergnügen für Jung und Alt.


Nach vorn, nach Süden
Sarah Jäger
Rowohlt Verlag. 224 Seiten, 18 Euro, ab 13 Jahren

Sie treffen sich auf dem Hinterhof des Penny-Marktes, wo sie als Aushilfen arbeiten. Hier rauchen sie, trinken, reden, streiten. Und jeder bekommt hier seinen Namen. Die Erzählerin erhielt ihren Namen von Jo. „Entenarsch“ hat er sie genannt. Aber Jo ist verschwunden und darunter leidet Marie und damit Marie nicht leidet, darum kümmert sich Can. Sie beschließen, Jo zu suchen, der offensichtlich Richtung Süden aufgebrochen ist. Die Erzählerin, als Einzige mit Auto und Führerschein ausgestattet, erklärt sich bereit zu fahren. Warum bloß, denn schließlich war es Jo, der ihr den beleidigenden Namen gab? Es ist heiß, das Auto alt und blöd, dass sie offensichtlich ein Problem hat, auf der Autobahn zu fahren. Ein Roadtrip über Land. Ein Geheimnis in der Hitze des Sommers!


Weltverbessern für Anfänger
Stepha Quitterer
Gerstenberg Verlag. 282 Seiten, 16 Euro, ab 12 Jahren

Ein Schulwettbewerb wird ausgeschrieben: „Weltverbessern für Anfänger“. Die Klasse mit dem meisten Engagement darf nach Tallinn fahren. Minna lässt das erst mal kalt. Bis ihre Oma ins Pflegeheim kommt und da wird klar, wo im täglichen Leben etwas verbessert werden muss. Minna organisiert einen Pflegeheimbesuchsdienst. Wird das klappen? In einer Klasse, in der alles schwierig ist, die sogar vom Schulpsychologen gemieden wird? Das Leben hält immer wieder Überraschungen bereit. Ein beeindruckendes Debüt einer jungen Autorin.


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