Leseempfehlung

Die besten 7 Kinder- und Jugendbücher

06.06.2022

Deutschlandfunk-Bestenliste im Monat Juni 2022




© Deutschlandfunk
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Samstags von 16.05 bis 16.30 Uhr werden im Deutschlandfunk Bücher für junge Leserinnen und Leser vorgestellt und jeweils am ersten Samstag im Monat „Die besten 7“ - ermittelt von 30 Jurorinnen und Juroren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Auftrag der Literatur-Redaktion des Deutschlandfunks. Alle Sendungen stehen zum Nachhören als Podcasts auf der Website der Sendung „Bücher für junge Leser“ zur Verfügung: www.deutschlandfunk.de/buecher-fuer-junge-leser

Am 4. Juni stellte Ute Wegmann im Gespräch mit der Jurorin Heidi Lexe die Deutschlandfunk-Bestenliste des Monats Juni 2022 vor.

Gespräch anhören
Quelle: www.deutschlandfunk.de


Die Geschichte von Bodri
Von Hédi Fried
mit Illustrationen von Stina Wirsén
Aus dem Schwedischen von Christina Tüschen
Bohem Verlag, 40 Seiten, 15 Euro, ab 8 Jahren

„..damit es nie wieder passiert.“ Aus diesem Grund erzählt Hédi Fried, Überlebende der Konzentrationslager Auschwitz und Bergen-Belsen, die am Ende des Krieges mit ihrer Schwester vom Roten Kreuz nach Schweden gebracht wurde. Sie erzählt, wie die Familie aus einem ruhigen Leben in einem damals ungarischen Dorf deportiert wurde und sie ihren Hund Bodri zurücklassen musste. Die Erinnerung an Bodri und die Hoffnung, ihn wiederzusehen, haben sie im Lager im Leben gehalten. In einfachen Sätzen und eindrucksvollen Aquarellbildern regt die Geschichte zu ersten Gesprächen über Holocaust und Fremdenhass an.


Das Geheimnis hinter den Geschichten.
20 Porträts beliebter Kinderbuchautorinnen und -autoren

Von Ebi Naumann
Mit Illustrationen von Katrin Engelking
woow books, 157 Seiten, 20 Euro, ab 9 Jahren

Ein Sachbuch, das zwanzig international bekannte und wie es im Untertitel heißt „beliebte“ Autorinnen und Autoren der Kinderliteratur versammelt. Kinder kennen Figuren wie Momo, die Mumins und Pippi Langstrumpf. Aber wie viel haben die Geschichten mit den Menschen zu tun, die sie schreiben? Wie viel ist wahr? Wie viel ist erfunden? Von A.A. Milnes Sohn Christopher und seinem Teddybären über Erich Kästners starke Mutterbindung zu Judith Kerrs Fluchtgeschichte und vieles mehr. In den kurzen Porträts entdecken Lesende hinter der Kindheitsgeschichte eines Autors oder einer Autorin vielleicht eine Parallele zu ihren berühmten Figuren oder Erzählungen.


Sommer mit Krähe
Von Frida Nilsson
Mit Illustrationen von Anke Kuhl
Aus dem Schwedischen von Friederike Buchinger
Gerstenberg Verlag, 144 Seiten, 14 Euro, ab 8 Jahren

Eine heimliche Reise durch Schweden auf der Suche nach den Eltern. Das Mädchen Ebba begleitet dabei ihre selbstbewusste Freundin, eine sprechende Krähe, die in früher Kindheit aus dem Nest fiel und seitdem ihre Eltern vermisst. Nun beginnt der Roadtrip, mit LKW, Draisine und zu Fuß. Dabei erleben die beiden jede Menge Abenteuer, und wie in jeder guten Freundschaft gibt es auch mal Streit. Eine heitere Geschichte über die Suche nach den Wurzeln, der Kindheit und dem Platz, wo man zu Hause ist.


Allein auf dem Meer
Von Chris Vick
Aus dem Englischen von Wieland Freund und Andrea Wandel
Verlag Beltz & Gelberg, 272 Seiten, 15 Euro, ab 12 Jahren

Ein Sturm vor der Küste Marokkos, Bill überlebt als Einziger den Untergang der Jacht und allein in einem Boot rettet er das Berbermädchen Aya. Wochenlang treiben die beiden verloren auf dem Meer, Tag für Tag der Sonne ausgeliefert. In den Nächten aber, erzählt Aya – wie Scheherazade - Geschichten aus 1001. So hoffen sie auf Rettung. Bis sie auf einer kleinen Insel stranden, wo eine ganz andere Gefahr lauert. Ein spannender Roman, der tief eintaucht in Schönheit und Schrecken des Meeres.


Harte Schale, Weichtierkern
Von Cornelia Travnicek
Mit Illustrationen von Michael Szyszka
Verlag Beltz & Gelberg, 125 Seiten, 15 Euro, ab 13 Jahren

Fabienne, 16, hat sich von ihrem Freund getrennt und damit auch ihre Freunde verloren. Bei einem Psychiater-Termin erhält sie eine überraschende Diagnose: Asperger. Schon zuvor war sie als Einzelgängerin unterwegs, undurchschaubar, und vergleichbar einem Oktopus. Nun versucht sie selbstbestimmt neue Freunde zu finden – und ein Sexualleben. Fabiennes Beobachtungen und scharfe Analysen ihrer Umwelt vermitteln sich in bunten, wilden Collagen. Facettenreich und schillernd.


Wir waren wie Brüder
Von Daniel Schulz
Hanser Berlin Verlag, 288 Seiten, 23 Euro, ab 13 Jahren

Der Erzähler ist zehn, als in der DDR die Revolution ausbricht und die Mauer fällt. Er und seine Freunde haben Angst vor den Imperialisten und Faschisten, vor denen sie jahrelang gewarnt wurden. Was wird kommen? Die Rechten, die Glatzen sind plötzlich überall. Jahre später wird er wegen seiner langen Haare von Neonazis verfolgt, aber er trifft sich auch mit ihnen, sie sind im vertraut. Auf welcher Seite soll er stehen? Ein eindringlicher Blick auf die unmittelbare Nachwendezeit und über die Ursprünge von Rassismus und rechter Gewalt.


Sherlock Holmes. Das letzte Problem
Von Hannes Binder
Nach einer Geschichte von Arthur Conan Doyle
NordSüd Verlag, 56 Seiten, 16 Euro, ab 6 Jahren

Sherlock Holmes, berühmtester Detektiv aller Zeiten, Mütze tief im Gesicht, Pfeife, aufgestellter Mantelkragen. Er ermittelt von London aus. Doch Holmes’ spektakulärster Fall führt ihn in einer temporeichen Verfolgungsjagd von London in die Schweiz. Am Reichenbachfall kommt es zum Showdown. Wer wird gewinnen in diesem Kampf zwischen Gut und Böse? Der epische Stoff präsentiert in dramatischen schwarz-weißen Strichzeichnungen eine Schweizer Landschaft. Eine spannungsreiche Graphic-Novel für Einsteiger.


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