Leseempfehlung

Die besten 7 Bücher für junge Leser

05.10.2020

Deutschlandfunk-Bestenliste im Monat Oktober 2020




© Deutschlandfunk
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Samstags von 16.05 bis 16.30 Uhr werden im Deutschlandfunk Bücher für junge Leserinnen und Leser vorgestellt und jeweils am ersten Samstag im Monat „Die besten 7“ - ermittelt von 30 Jurorinnen und Juroren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Auftrag der Literatur-Redaktion des Deutschlandfunks. Alle Sendungen stehen zum Nachhören als Podcasts auf der Website der Sendung „Bücher für junge Leser“ zur Verfügung, ebenfalls die Manuskripte der Sendungen: www.deutschlandfunk.de/buecher-fuer-junge-leser

Am 3. Oktober stellte Ute Wegmann im Gespräch mit der Jurorin Ursula Nowak die Deutschlandfunk-Bestenliste des Monats Oktober 2020 vor.

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Quelle: www.deutschlandfunk.de

Eine neue Welt. Die Natur, die Menschen, und die Zukunft unseres Planeten
Von Sascha Mamczak und Martina Vogl und Katrin Stangl (Illustration)
Peter Hammer Verlag, 270 Seiten, 22 Euro, ab 12 Jahren

Warum zerstören wir, was uns am Leben hält? Und was kann man jetzt noch für unsere Erde tun? Wie funktioniert das Ökosystem Erde und welche Veränderungen bewirkt der Mensch durch endloses Wachstum? Ein Buch, das einen Richtungswechsel fordert, weil es um die Zukunft geht. Bei aller Dramatik dennoch eine optimistische Sicht auf die Welt, die sich zum Besseren verändern lässt.


Flucht
Von Issa Watanabe
Hanser Verlag, 32 Seiten, 16 Euro, ab 7 Jahren

Eine Geschichte ohne Worte, die von einer Flucht in eine ungewisse Zukunft erzählt. Flüchtende müssen Opfer bringen, geliebte Menschen zurücklassen und viele Grenzen überwinden. Der Tod ist ein ständiger Begleiter. Hoffnung und Verzweiflung, Trauer und Zuversicht – Kleine und Große müssen immer wieder Mut zeigen, um die Reise fortzusetzen. Gemeinsam können sie ein Stück des Weges gehen, getragen von Mitgefühl.


Zug der Fische
Von Yaroslava Black und Ulrike Jäninchen (Illustration)
Carlsen Verlag, 32 Seiten, 18 Euro, ab 7 Jahren

Ein kleines ukrainisches Dorf an einem Fluss, ein Mädchen, das Blaubeeren sammelt und sie auf dem Markt verkauft. Ein einfaches Leben, vor allem ein Leben ohne Eltern, denn die arbeiten im Westen. Hin und wieder schicken sie Geld. Das Mädchen hütet die Briefe der Mutter wie einen Schatz. An einem Wintertag entdeckt das Kind blaue Fische und folgt ihnen. Eine poetische, zart bebilderte Geschichte über eine Kindheit ohne Eltern.


TREIBEN LASSEN
Von Peter Van den Ende
Aladin Verlag, 60 Seiten, 22 Euro, ab 7 Jahren

Ein Papierboot, gerade gefaltet, begibt sich auf eine Weltreise. Es treibt vorbei an Städten und Inseln und Eisbergen. Es begegnet merkwürdigen Wesen und Tieren. Mal ist es ganz allein auf dem Meer, mal wird es bedroht von wilden Gewittern und Stürmen. Ohne Worte und in schwarzweißen, detailreichen Zeichnungen folgen wir dem Boot und seinen Geschichten. Eine Fantasiereise für Groß und Klein.


Papierklavier
Von Elisabeth Steinkellner und Anna Gusella (Illustration)
Beltz & Gelberg Verlag, 140 Seiten, 14,95 Euro, ab 13 Jahren

Das Tagebuch der 16-jährigen Maia, die über Schule, Job und Ersatzmutterrolle für ihre jüngeren Schwestern nachdenkt. Alles, was einen Teenager bewegen kann, bewegt auch Maia: die besten Freundinnen, zu viele Kilos, die man mit sich herumschleppt, Ärger über Schönheitsnormen, Schulstress. Verpflichtungen, Niederlagen und Glücksmomente, alles schreibt sie auf. Wenn sie keine Worte findet, erzählen die Bilder weiter. Amüsant, einfühlsam und verletzlich – in Wort und Bild.


Sankt Irgendwas
Von Tamara Bach
Carlsen Verlag, 124 Seiten, 13 Euro, ab 13 Jahren

Das Ende der Klassenfahrt der 10b, aber irgendetwas scheint schiefgegangen zu sein. Kaum zurück soll es eine Klassenkonferenz mit allen Eltern geben. Keiner weiß, was genau passiert ist. Und die 10b schweigt. Das Protokoll, das fortlaufend täglich von einem anderen Schüler geschrieben wurde, ist angeblich verschwunden. Das Protokoll dokumentiert jedoch den Machtkampf zwischen den Schülern der 10b und dem autoritären Lehrer. Eine Fahrt, die freudvoll und vergnüglich sein sollte, wurde zu einer Qual. Bis unerwartet kurz vor Schluss der Busfahrer eingreift. So können Klassenfahrten sein. Sie enden jedoch meist anders. Authentisch und amüsant erzählt.


Willkommen in Oddleigh
Von Tor Freeman
Aus dem Englischen von Matthias Wieland
Reprodukt Verlag, 64 Seiten, 18 Euro, ab 10 Jahren

Hauptkommissarin Jessie und Sergeant Sid, tierische Wesen, sollen in der kleinen Stadt Oddleigh für Recht und Ordnung sorgen. Oddleigh ist kein gewöhnlicher Ort. Rätselhafte Dinge ereignen sich: Eine alte Villa ist mit einem schauerlichen Fluch belegt, eine Raupensekte demonstriert in heller Aufregung und ein Prominenter braucht Schutz. Skurrile und charmante Protagonisten, liebevolle Zeichnungen. Ein Comic voller Spannung und Witz.


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