Leseempfehlung

Die besten 7 Bücher für junge Leser

04.10.2021

Deutschlandfunk-Bestenliste im Monat Oktober 2021




© Deutschlandfunk
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Samstags von 16.05 bis 16.30 Uhr werden im Deutschlandfunk Bücher für junge Leserinnen und Leser vorgestellt und jeweils am ersten Samstag im Monat „Die besten 7“ - ermittelt von 30 Jurorinnen und Juroren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Auftrag der Literatur-Redaktion des Deutschlandfunks. Alle Sendungen stehen zum Nachhören als Podcasts auf der Website der Sendung „Bücher für junge Leser“ zur Verfügung, ebenfalls die Manuskripte der Sendungen: www.deutschlandfunk.de/buecher-fuer-junge-leser

Am 2. Oktober stellte Ute Wegmann im Gespräch mit der Jurorin Karin Haller die Deutschlandfunk-Bestenliste des Monats Oktober 2021 vor.

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Quelle: www.deutschlandfunk.de


Es war einmal und wird noch lange sein
Von Johanna Schaible
Hanser Verlag, 42 Seiten, 18 Euro, ab 6 Jahren

Ein außergewöhnliches Bilderbuch, das mit kleiner und größer werdenden Seiten Zeit erklärt. Es beginnt mit der Entstehung der Welt, der Geschichte der Menschen und führt bis zur Mitte des Buches in wenigen Schritten in die Gegenwart eines Kinderzimmers: Es ist Abend, das Licht gelöscht. Und ab der nächsten Seite stellen sich die Fragen für die Zukunft: Was machst du morgen? Wie feierst du nächstes Jahr deinen Geburtstag? Was wirst du entdecken, wenn du groß bist? Ein ungewöhnlicher Blick auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Bestes unveröffentlichtes Bilderbuch 2019.


Faszination Krake. Wesen einer unbekannten Welt
Von Michael Stavaric
Mit Illustrationen von Michèle Ganser
Leykam Buchverlag, 144 Seiten, 25 Euro, ab 8 Jahren

Über das Universum und die Entstehung des Lebens und über den Autor und seine Lieblingstiere – Kraken, Kalmare, Tintenfische. So nimmt er uns mit auf seine Reise in die Unterwasserwelt dieser besonderen Wesen. Jedem Kapitel steht ein Gedicht voran, es gibt Infotafeln für „Schlauköpfe“, Tafeln mit Witzen und Schauergeschichten. Aber vor allem faszinierende, detailreiche Schwarz-Weiß-Zeichnungen der Tiere und ihrer Lebenswelt. Ein Buch zum Staunen und Mitmachen.


Der Junge, der Katzen malte
Von Lafcadio Hearn
Mit Bildern von Anita Kreituse
Aus dem Englischen von Gabriela Bracklo
Edition Bracklo, 52 Seiten, 24,80 Euro, ab 5 Jahren

Das japanische Märchen zeigt, dass jeder seiner Bestimmung folgen sollte. Ein Junge, der großartige farbige Katzen malt, eignet sich nicht zum Altardiener, wie der Vater es wünscht. Der Priester schickt ihn weg mit dem Rat, große Räume zu meiden. Den nächsten Tempel, wo er um Arbeit bitten möchte, findet er verlassen, weil alle Priester von einem hässlichen Gespenst, einem Gobelin, vertrieben wurden. Auch dort bemalt er alles mit Katzen und erlebt in der Nacht etwas Ungeheuerliches. Ein Plädoyer für die Schönheit, die Kreativität und die Kunst.


Ein Sommer mit Percy und Buffalo Bill
Von Ulf Stark
Mit Bildern von Regina Kehn
Aus dem Schwedischen von Birgitta Kicherer
Verlag Urachhaus, 286 Seiten, 18 Euro, ab 6 Jahren

Ein Freundschafts-Sommerabenteuer zweier „Blutsbrüder“. Wie jedes Jahr fährt Ulf mit der Familie zu seinem Großvater in die Schären, und dort trifft er andere Freunde, aber vor allem Pia. Und nun lädt sich Percy selbst ein mitzukommen? Ulf stresst das, denn der Opa ist jähzornig und die anderen Freunde will er nicht teilen. Aber alles kommt anders als erwartet: Percys direkte Art und Ehrlichkeit verblüffen alle, und alle finden ihn toll. Sogar Opa, dem Percy nun jeden Abend die Geschichte von Buffalo Bill vorlesen muss. Die Jungs zwischen Kindheit und Pubertät erleben so manches Abenteuer, vor allem macht ihnen die Liebe zu schaffen. Heiter, liebenswert, ernst, überraschend. Mit Aquarellen von Regina Kehn.


Marthas Boot
Von Polly Horvarth
Aus dem Englischen von Anne Brauner
Verlag Freies Geistesleben, 248 Seiten, 18 Euro, ab 10 Jahren

Die Eltern der vier Schwestern sind gerade bei einem Tsunami ums Leben gekommen, als sie erkennen müssen, dass nur die eigenwillige Großtante Martha bereit ist, die Mädchen aufzunehmen. Als sie nach halber Weltreise bei ihr ankommen, wurde sie gerade beerdigt. Wie können die vier nun verhindern, dass das Jugendamt eingeschaltet wird und die vier Schwestern trennt? Zum Glück gibt es einen Nachbarn, leider oft betrunken und immer übellaunig, den sie bezahlen wollen, damit er vorgibt, ihr Vormund zu sein. Zögerlich lässt sich der Mann auf die Mädchen ein und erkennt bald, dass sie eine Bereicherung für sein tristes Dasein sind. Warmherzige, humorvolle Überlebensgeschichte.


Das Pferd ist ein Hund
Von Tamara Bach
Mit Illustrationen von Ulrike Möltgen
Carlsen Verlag, 240 Seiten, 12 Euro, ab 10 Jahren

Manchmal verliert man einen Freund, weil er wegzieht. Luze, Claras kleine Schwester, kann das nicht gut verkraften und erfindet einen neuen, unsichtbaren Freund, einen Hund mit dem Namen Pferd. Und dann wird der Winter so kalt, der Frost so eisig, dass die Schule geschlossen wird, alle zu Hause bleiben müssen und die Geschwister ausgerechnet mit dem „schönsten Jungen“ ihre Tage verbringen. Würde der doch wenigstens ein bisschen reden oder einmal über die Witze lachen? Man braucht halt Geduld, und auch die Traurigkeit hat ihre Zeit.


Der Urwald hat meinen Vater verschluckt
Von Simon van der Geest
Aus dem Niederländischen von Andrea Kluitmann
Thienemann Verlag, 432 Seiten, 17 Euro, ab 11 Jahren

Eine Projektarbeit in der Schule bringt Eva auf die Idee, ihren Vater zu suchen. „Biologische Väter“ wird ihr Thema. Immer an ihrer Seite ihr bester Freund. Aber ihre Mutter, eine berühmte Sängerin, möchte sich damit gar nicht beschäftigen. Heimlich wendet sich Eva an eine Fernsehsendung, die vermisste Familienmitglieder aufspürt. Das Mädchen recherchiert, findet heraus, dass der Vater in seine Heimat Suriname zurückgekehrt ist und dort mitten im Dschungel lebt! Eine gefährliche Suche mit vielen Überraschungen beginnt.


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