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Leseempfehlung

Die besten 7 Kinder- und Jugendbücher

11.01.2023

Deutschlandfunk-Bestenliste im Monat Januar 2023




© Deutschlandfunk
© Deutschlandfunk
Samstags von 16.05 bis 16.30 Uhr werden im Deutschlandfunk Bücher für junge Leserinnen und Leser vorgestellt und jeweils am ersten Samstag im Monat „Die besten 7“ - ermittelt von 30 Jurorinnen und Juroren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Auftrag der Literatur-Redaktion des Deutschlandfunks. Alle Sendungen stehen zum Nachhören als Podcasts auf der Website der Sendung „Bücher für junge Leser“ zur Verfügung: www.deutschlandfunk.de/buecher-fuer-junge-leser

Am 7. Januar stellte Ute Wegmann im Gespräch mit der Jurorin Caroline Roeder die Deutschlandfunk-Bestenliste des Monats Januar 2023 vor.

Gespräch anhören
Quelle: www.deutschlandfunk.de


Die Wolfsjungen
Von Anne Maar
Mit Illustrationen von Kathrin Schärer
Atlantis Verlag, 32 Seiten, 18 Euro, ab 4 Jahren

Mutter, Vater und zwei Wolfsjungen. Nach einem Streit verlässt der Vater die gemeinsame Höhle. Die Kinder sind verwirrt, suchen den Vater überall, aber die Mutter nimmt die Annäherungen des Vaters nicht an. Nach und nach werden die Jungen größer, lernen das Jagen und begegnen zufällig dem Vater in seinem Revier. Ihr Glück ist unbeschreiblich, immer wieder treffen sie ihn und lernen von ihm lebenswichtige Dinge. Eine Geschichte über Trennungskinder.


Im tiefen finsteren Wald
Von Delphine Bournay
Aus dem Französischen von Alexander Potyka
Picus Verlag, 32 Seiten, 17 Euro, ab 4 Jahren

Im finsteren Wald, man sieht nur das Leuchten von neun Augenpaaren, hört man Mama-Rufe und Forderungen nach Küsschen, Geschichte, Versorgung der „Auas“. Neun kleine Wölfe können nicht schlafen. Die Mutter weiß, dass sie allen Kindern ein Küsschen gegeben und ihnen auch eine Geschichte vorgelesen hat, sogar die kleinen Wehwehchen hat sie versorgt. Es gab aber noch kein Gutenachtlied, bemerken die Wölfe! Da haben sie wirklich recht. Mutter Wolf singt und nach nur neun Zeilen herrscht Stille im Wald. Alle schlafen. So witzig gemalt, so heiter erzählt. Ein Vergnügen!


Als der Winter verschwand
Von Aleš Šteger
Mit Illustrationen von Tina Dobrajc
Aus dem Slowenischen von Matthias Göritz
Karl Rauch Verlag, 176 Seiten, 18 Euro, ab 12 Jahren

Der Kurent ist ein mythisches Wesen, das mit schauriger Maske und zotteligem Schaffell in vielen Regionen Europas zur Karnevalszeit auftaucht. Mit Kuhglocken behangen, vertreibt er den Winter und begrüßt den Frühling. In dieser dunklen Geschichte wird er mit den Problemen unserer Zeit konfrontiert. Der Winter bleibt plötzlich aus, riesige Fabriken erzeugen Eis und verpesten die Luft, Dürre und ewiger Sommer kommt über das Land. Später entstehen unfassbare Müllberge. Aber der Kurent kehrt zurück, um den Winter zu suchen und die Welt wieder in Ordnung zu bringen. Eine geheimnisvoll poetische Geschichte über den Einfluss des Menschen auf die Umwelt.


Sie schuf ein Monster. Wie Mary Shelly Frankenstein erfand
Von Lynn Fulton
Mit Illustrationen von Felicita Sala
Aus dem Englischen von Katharina Naumann
von Hacht Verlag, 40 Seiten, 14 Euro, ab 6 Jahren

Mary Shelley, 19 Jahre, möchte Schriftstellerin werden. In einem Sommer am Genfer See, im Haus des Autors Lord Byron, zusammen mit Freunden, findet ein Wettbewerb statt. In letzter Sekunde, angeregt durch die Gespräche der Freunde über die Wissenschaft, kommt ihr die Idee zu Frankenstein. In düster-atmosphärischen Bildern erfahren wir, wie die Gruselgeschichte begann, und dass es auch eine Geschichte der Emanzipation ist.


Meister Marios Geschichte
Von Rafik Schami
Mit Illustrationen von Ayuko Tanaka
Edition Bracklo, 80 Seiten, 22 Euro, ab 6 Jahren

Der alternde Puppenspieler Mario mag seine Marionetten sehr, aber seitdem er Erfolg hat, müssen sie immer dassselbe Stück spielen. Sie langweilen sich, durchtrennen die Fäden und machen sich selbstständig. Ab da bringt jeder Tag eine neue Geschichte. Publikum und Mario sind begeistert!


Nowhere Girl
Von Magali Le Huche
Aus dem Französischen von Silv Bannenberg
Reprodukt Verlag, 120 Seiten, 24 Euro, ab 10 Jahren

Seit der Mittelstufe hat die 11-jährige Magali schreckliche Ängste, die sich zu einer richtigen Schulphobie entwickeln. Selbst die gutgeschulten Elternpsychologen können nicht helfen. Magali bleibt zu Hause, fast zwei Jahre. Und eines Tages hört sie zum ersten Mal Beatles-Musik, die Musik mit den vier jungen Männern wird ihre Leidenschaft und ihr Zufluchtsort. War die Welt auch zuvor noch so trist, sie explodiert plötzlich in Farben. Nach und nach kehrt das Mädchen zurück in die Schule und langsam auch in ein Leben als Künstlerin. Immer begleitet von den Beatles. Die Geschichte einer Rettung.


Rude Girl
Von Birgit Weyhe
Avant Verlag, 312 Seiten, 26 Euro, ab 14 Jahren

Die Künstlerin Weyhe wird an einem US-College mit dem Vorwurf kultureller Aneignung konfrontiert. Sie lernt die afroamerikanische Germanistik-Professorin Priscilla Layne kennenlernt, die sich als „Oreo“ bezeichnet – d. h. zu weiß für die Schwarzen Mitschülerinnen- und Schüler und für die Weißen ist ihre Haut zu dunkel – einen schwierigen Start hatte, sich in ihrer Jugend der Skinhead-Bewegung anschließt. Weyhe beschließt, diese spannende Lebensgeschichte mit ihr zusammen aufzuzeichnen. Der Dialog über das Erzählen und die Kritik werden zu einer eigenen Erzählebene in dieser Biografie.


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