Meldung

Lesestart: Die zweite Phase hat begonnen

15.11.2013

Bibliotheken verteilen Lesestart-Sets




Bundesministerin Johanna Wanka in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Bundesministerin Johanna Wanka in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Stiftung Lesen, Luca Abbiento
Am bundesweiten Vorlesetag, am 15. November 2013, begann die zweite Phase des bundesweiten Lesefrderprogramms „Lesestart – Drei Meilensteine fr das Lesen“, das vom Bundesministerium fr Bildung und Forschung finanziert und von der Stiftung Lesen durchgefhrt wird. Von nun an erhalten Eltern und ihre dreijhrigen Kinder ein Lesestart-Set in den rund 4.500 teilnehmenden Bibliotheken in ganz Deutschland. Dieses Set enthlt ein altersgerechtes Kinderbuch sowie Tipps und Informationsmaterial fr Eltern rund um das Thema Lesen. Dieses Material steht auch auf Polnisch, Russisch und Trkisch zur Verfgung.

Lesestart will Vter und Mtter zum Vorlesen motivieren und Kinder auf diese Weise frhzeitig an Bcher und Sprache heranfhren. Davon sollen insbesondere Kinder profitieren, die in einem bildungsbenachteiligten Umfeld aufwachsen oder denen wenig vorgelesen wird. Ihr erstes von insgesamt 4,5 Millionen Lesestart-Sets erhielten die Eltern einjhriger Kinder bei der U6-Untersuchung von ihrem Kinderarzt. Das zweite Set bekommen sie fr ihre dreijhrigen Kinder bei einem Besuch in der Bibliothek. Kurz nach der Einschulung schlielich wird das dritte Set an die Erstklssler verteilt werden.

In der Zentral- und Landesbibliothek Berlin bergab die Bundesministerin fr Bildung und Forschung, Johanna Wanka, Lesestart-Sets an Kinder und ihre Eltern: „Lesestart gibt Eltern mit kleinen Kindern von Anfang an Untersttzung und Anregungen zum Vorlesen und Erzhlen. Ich freue mich ber die guten Zwischenergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung und bin berzeugt, dass auch die heute gestartete zweite Phase sehr erfolgreich sein wird. Die dreijhrigen Kinder und ihre Familien werden Bibliotheken als Bereicherung ihres Alltags erleben. So erfahren auch Familien, die zuhause keine oder wenige Bcher haben, wie Lesen Phantasie und Kreativitt anregt“, sagte Wanka.

Die wissenschaftliche Evaluation hat gezeigt: Praktisch alle Eltern, die die Lesestart-Sets erhalten, beschftigen sich mit den darin enthaltenen Materialien, zwei Drittel davon sehr intensiv. 62 Prozent der Eltern greifen Tipps auf und lesen zum Beispiel mehr und lnger vor; ein Viertel der Eltern bemerkt positive Vernderungen in seiner Einstellung zum Thema und in seinem Vorleseverhalten.

Das Programm „Lesestart – Drei Meilensteine fr das Lesen“ wird von der InterVal GmbH, Berlin, in Kooperation mit Christine Garbe von der Universitt zu Kln und Claus Barkmann vom Universittsklinikum Hamburg Eppendorf wissenschaftlich begleitet. Sabine Uehlein, die Geschftsfhrerin Programme und Projekte der Stiftung Lesen, sagte: „Dass Programme wie Lesestart wirken und das Vorleseverhalten verbessern, zeigen auch die Ergebnisse der aktuellen Vorlesestudie 2013 von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn. Es ist ein positives Signal, dass Eltern mehr vorlesen. Hier mssen wir ansetzen und unsere Arbeit konsequent fortfhren, um weitere Erfolge zu erzielen.“

In der zweiten Lesestart-Phase spielen Bibliotheken eine zentrale Rolle. Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv), der Borromusverein e.V., das Evangelische Literaturportal e. V., der Sankt Michaelsbund und die Fachkonferenz der Bibliotheksfachstellen untersttzen Lesestart. Stellvertretend fr alle teilnehmenden Bibliotheken und Verbnde erklrte Ralph Deifel (dbv): „Ich freue mich sehr, dass in der zweiten Lesestart-Phase nun bundesweit die Bibliotheken als wichtige Akteure eingebunden sind. Bchereien sind zentrale Orte der kulturellen Bildung. Lesestart ist ein wunderbares Angebot, um gerade jngeren, eher leseunerfahrenen Familien mit kleinen Kindern zu zeigen, welche Schtze hier zu heben sind.“

Von Ende November an haben Eltern und ihre dreijhrigen Kinder die Mglichkeit, sich ihr zweites Lesestart-Set kostenlos in ihrer rtlichen Bibliothek abzuholen. Alle an Lesestart beteiligten Partner und Untersttzer rufen deshalb Eltern mit kleinen Kindern dazu auf, regelmig ihre Bibliothek vor Ort zu besuchen.

Kontakt:
Bundesministerium fr Bildung und Forschung
Markus Fels, Pressereferent
Tel.: (030) 18 57 50 51
E-Mail: markus.fels@bmbf.bund.de
Internet: www.bmbf.de

Stiftung Lesen
Stephanie Lange, PR-Managerin
Rmerwall 40
55131 Mainz
Tel.: (06131) 2 88 90 - 68
E-Mail: Stephanie.Lange@stiftunglesen.de
Internet: www.stiftunglesen.de

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