Meldung

Aktionswoche „Treffpunkt Bibliothek“ 2011

24.10.2011

Bibliotheken sind Schätze der Menschheit




Logo der Aktionswoche
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© Deutscher Bibliotheksverband e.V.
Zum vierten Mal starten Bibliotheken in Kooperation mit dem Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) eine bundesweite Aktionswoche unter dem Motto „Treffpunkt Bibliothek“. Der diesjährige Schwerpunkt „Schätze“ weist nicht nur auf bibliophile Raritäten und ehrwürdige Bibliotheksbauten hin, sondern ist gleichzeitig ganz aktuell zu verstehen. Im Fokus der zahlreichen Veranstaltungen stehen die Aktivitäten der Bibliotheksarbeit im Bereich Lese-, Medien- und Informationskompetenz, die einen unbezahlbaren Schatz unserer Bildungsgesellschaft darstellen. Durch Digitalisierung werden zudem Schätze bewahrt und über Bibliotheken zugänglich gemacht, die sonst verloren gingen.

Einblicke in literarische Kostbarkeiten
Einblicke mit Führungen durch ihre Schatzkammern bieten u.a. die Bibliotheken im Museum für Völkerkunde Hamburg und im Deutschen Museum München, die Kunstbibliothek der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und die Bibliothek der Universität der Künste Berlin. Literarische Kostbarkeiten präsentiert auch die Stadt- und Landesbibliothek Dortmund. Und in Ansbach werden besonders prachtvolle Bände aus der Bibliothek der Markgrafen ausgestellt. Die Hochschul- und Landesbibliothek RheinMain Wiesbaden ermöglicht Einblicke in die faszinierende Welt der alten Bücher, und die Universitätsbibliothek Wuppertal öffnet ihr Rara-Magazin. Die Stadtbibliothek Heilbronn zeigt unterdessen Kuriositäten, Kleinode und Besonderheiten, die im alltäglichen Betrieb nur selten entdeckt werden. Die von der Stiftung Buchkunst prämierten „schönsten Bücher“ zeigt die Stadtbibliothek Osnabrück und eine große Auswahl an ausleihbaren Kunstschätzen die Artothek der Stadtbibliothek Ditzingen.

Ausgewählte Bibliotheksschätze
Prominenten Besuch erwartet die Universitätsbibliothek München, wo Hans-Jochen Vogel die frühkarolingische „Lex Baiuvariorum“ vorstellen wird und der Starkoch Eckart Witzigmann das älteste deutschsprachige Kochbuch. Von Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft ausgewählte Bibliotheksschätze sind Thema einer Fotoausstellung, die u.a. Wim Wenders, Alice Schwarzer oder Günter Jauch mit ihrem Lieblingsstück aus den Sondersammlungen in der Staatsbibliothek zu Berlin zeigt.
Die Stadtbibliothek Chemnitz präsentiert wertvolle historische Schriften zum vorsichtigen Anfassen und „virtuellen Stöbern“: Mit ihrem 2011 begonnenen Digitalisierungsprojekt steht der Bestand von 6.200 bibliophilen Schätzen allen Interessenten vor allem auch über das Internet zur Verfügung. Die Vorzüge digitaler Bibliotheken mit ihren Bestellmöglichkeiten der Fernleihe, dem Download-Service Muensterload.de und umfangreichen Online-Recherchemöglichkeiten werden u.a. in der Stadtbibliothek Rheine vorgestellt. Auch in der Stadtbücherei Emmerich am Rhein heißt es „Schätze heben“, wenn mit der Lexikonsuche online die Recherchemöglichkeiten in Brockhaus und Munzinger Archiv vorgestellt werden.

Literarische Schatzsuche für Kinder und Erwachsene
Literarische Schatzsuchen für Kinder und Erwachsene in festen und fahrenden Bibliotheken gibt es unter anderem in Landshut, Beeskow, Tübingen und in Koblenz. In Siersburg muss sogar eine Taschenlampe mitgebracht werden, denn es geht von der Bibliothek direkt in den Herbstwald. Eine Roadshow ganz anderer Art bietet die Medizinische Zentralbibliothek Magdeburg. Dort sind Schätze für Mediziner zu entdecken, musikalisch unterstützt durch die Band „Anatomics“.

In Lesungen an ungewöhnlichen Orten in Hamburg stellen Abgeordnete der Hamburgischen Bürgerschaft ihre ganz persönlichen Schätze vor. Geheimschriften entziffern kann man in der Gemeindebücherei Grenzach-Wyhlen, Märchen aus der Schatztruhe sind in der Stadtbibliothek Duisburg zu hören und die Stadt- und Kreisbibliothek Saalfeld begibt sich auf eine große Schatzsuche für Kinder. Von „Schatzinseln“ in Kiel bis zum „Schatz im Büchersee“ in Schwäbisch Gmünd reichen die deutschlandweiten Angebote für Groß und Klein.

Denis Scheck begibt sich in den Stadtbibliotheken von Aachen und Heilbronn auf einen Streifzug durch die Neuerscheinungen des Bücherherbstes, während sich in Dessau beim Blick in die Restaurierungswerkstatt alles um die Konservierung alter Bücherschätze dreht. Wie viele Frisörinnen es z.B. 1910 in Hamburg gab, kann in der Staats- und Universitätsbibliothek erfragt werden: Tipps und Tricks für die Recherche in historischen Adressbüchern geben die dortigen Bibliothekare gerne.

Außerdem bieten die Bibliotheken Filmnächte und Bilderbuchkino, so in der Gemeindebibliothek Glienicke, in der Christian-Weise-Bibliothek Zittau und in der Stadtbibliothek Stuttgart. Von Gitarrenmusik im Gewölbekeller in der Stadtbücherei
Weimar, über Jazz in Offenbach und in Aachen, Stephan Krawczyk in Grevesmühlen bis hin zu Ketsch Klassik in der Gemeindebücherei Ketsch und einem Vortrag auf der Ukulele in der Ernst-Abbe-Bücherei Jena reichen die musikalischen Angebote.

Lange Bibliotheksnächte mit Enthüllungen sind in der Hochschulbibliothek Wildau zu erwarten. Dort findet ein Frauentorso des Dresdener Künstlers Makolies einen neuen Aufstellungsort. Nur für lebendige Frauen gilt das Angebot der Gemeindebibliothek Bergrheinfeld bei ihrer ersten Frauennacht. Lesen, Schmökern und Schlemmen können Frauen auch in der Stadtbibliothek Bruchköbel.

Irisch geht es in der Stadtbücherei Suhl zu mit Musik, Mythen, Geschichten und Bräuchen und mörderisch in der Gemeindebibliothek Blankenfelde-Mahlow ebenso wie in der Stadtbibliothek Wismar. Dort ist der Weg der Rache dunkel…
„Blaue Nächte“ heißen die Veranstaltungen, die Bibliotheken in der Dämmerung zeigen, und für ganz Aufgeweckte beginnen einige Lesungen im Morgenlichte dann schon um 8.30 Uhr.

Von früh bis in die Nacht zeigen sich Bibliotheken eine Woche lang von ihren besten, teils ungesehenen, in jedem Fall aber sehenswerten Seiten. Ein Treffpunkt für alle, die sich bilden, unterhalten und die Schätze entdecken wollen.

Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF

Koordination:
Deutscher Bibliotheksverband e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Barbara Schleihagen / Brigitta Wühr
Straße des 17. Juni 114
10623 Berlin
E-Mail: info@treffpunkt-bibliothek.de
Internet: www.treffpunkt-bibliothek.de
Redaktionskontakt: schuster@dipf.de