Leseempfehlung

Lesekalender 2019 der Akademie für Leseförderung

14.12.2018

Individuelle Zugänge zu Büchern eröffnen


Unter dem Motto „Leseanimation“ werden im neuen Lesekalender der Akademie für Leseförderung jeden Monat neue Projekte, Praxistipps und Ideen präsentiert, die eine erste Auseinandersetzung mit Büchern anregen und zum weiteren Lesen motivieren können. Bei der Auswahl der Methoden haben die Autorinnen des Kalenders einen ganzheitlichen Ansatz zugrunde gelegt und versucht, möglichst viele Sinne einzubeziehen. Spiel, Spaß, Bewegung und Kreativität stehen im Vordergrund. Um Kinder und Jugendliche für das Lesen begeistern zu können, muss man zunächst herausfinden, welche Leseinteressen und welche Einstellungen zum Lesen sie haben. Dafür eignen sich z.B. das „Brillenspiel“ und das Bewegungsspiel „Lesebarometer“. Mit dem „Chaosspiel“ oder dem Ratespiel „Bücher an der Leine“ kann man auf unterschiedliche Bücher neugierig machen und sie auf lebendige Weise vorstellen. Als Leseprobe veröffentlichen wir eine Idee der Akademie für Leseförderung, die auf der Juni-Kalenderseite vorgestellt wird.

Lesen im Chor – mit vielen Stimmen auf ein Buch neugierig machen
Es gibt viele Methoden, um eine Vielzahl von Büchern zu präsentieren. Mit der Methode „Lesen im Chor“ kann hingegen mit einer Vielzahl von Stimmen auf ein Buch neugierig gemacht werden. Für diese Methode eignen sich Textausschnitte aus Büchern, die viel wörtliche Rede von unterschiedlichen Personen und nur kurze Erzähltexte enthalten. Besonders gut kommen dabei Textausschnitte mit lustigen Szenen an.

Die einzelnen Rollen des Textausschnitts werden mit verteilten Rollen von mehreren Kindern bzw. Jugendlichen im Chor laut vorgelesen. Dabei lesen drei bis fünf Personen die gleiche Rolle vor. Das chorische laute Vorlesen hat den Vorteil,
dass möglichst viele Personen einbezogen werden können. Es kommen auch diejenigen zum Zuge, die sich das Vorlesen alleine nicht zutrauen.

Eine dem „Lesen im Chor“ vergleichbare, aber mit mehr Aufwand verbundene Methode ist das „Lesetheater“. Die Vorbereitung auf die verschiedenen Rollen erfolgt hier in mehreren Schritten. Damit wird mit dem Einüben eines Lesetheaters gleichzeitig die Leseflüssigkeit verbessert. Ausführliche Informationen zu den verschiedenen Einübungsschritten unter: www.alf-hannover.de

Ist ein Text gut vorbereitet und mit Gestik, Mimik und wenigen Requisiten optisch in Szene gesetzt, kann es bei einem Lesefest, bei Werbeaktionen für das Sommerferienleseprogramm JULIUS-CLUB oder einer anderen Gelegenheit aufgeführt werden und andere auf das so präsentierte Buch neugierig machen.    

Für das „Lesen im Chor“ bzw. für das „Lesetheater“ geeignete Kinder- und Jugendbücher werden auf der Kalenderseite nach Klassenstufen sortiert empfohlen.

Ein Dankeschön des Niedersächsischen Kultusministeriums
Der Lesekalender 2019 wurde am 7. November 2018 auf der Herbstakademie „Vielfalt mit Geschichten erfahren: kulturelle Integration durch Lesen und Leseförderung“ präsentiert und anschließend als Dankeschön des Niedersächsischen Kultusministeriums an niedersächsische Schulen und Kitas, die sich am Bundesweiten Vorlesetag beteiligt haben, sowie an alle mit der Akademie für Leseförderung Niedersachsen kooperierenden Lesenetzwerke und weitere Kooperationspartner als Dankeschön für ihr Engagement von der Akademie und dem Niedersächsischen Kultusministerium verschickt.

Praxistipps aus dem Lesekalender von A-Z
Seit 2012 gibt die Akademie für Leseförderung Niedersachsen mit Unterstützung des Niedersächsischen Kultusministeriums einen Kalender mit Projektbeschreibungen, Ideen und Praxistipps aus verschiedenen Bereichen der Leseförderung heraus. Alle Praxistipps werden auf der Website der Akademie in einer Ideenbörse gesammelt und sind abrufbar unter:
www.alf-hannover.de/materialien/praxistipps-von-a-bis-z

Weitere Interessentinnen und Interessenten können den Kalender gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro bei der Akademie für Leseförderung Niedersachsen per E-Mail an alf@gwlb.de bestellen.

Kontakt:
Akademie für Leseförderung Niedersachsen
Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek
Waterloostr. 8
30169 Hannover
Tel.: (0511) 1267-308
E-Mail: alf@gwlb.de
www.alf-hannover.de
Redaktionskontakt: schuster@dipf.de