Leseempfehlung

Der LesePeter des Monats Februar 2019

05.02.2019

Auszeichnung der AG Jugendliteratur und Medien (AJuM) der GEW


Seit 2003 zeichnet die Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien (AJuM) der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) regelmäßig ein besonders empfehlenswertes Buch, abwechselnd in den Sparten Kinderbuch, Jugendbuch, Sachbuch und Bilderbuch, mit dem „LesePeter des Monats“ aus. Rezensionen aller bisher mit dem LesePeter ausgezeichneten Titel stehen auf der Internetseite der AJuM zum Nachlesen zur Verfügung. Die AJuM sichtet und prüft Kinder- und Jugendliteratur sowie Kinder- und Jugendmedien unter dem Gesichtspunkt der Verwendbarkeit in pädagogischen Arbeitsfeldern. Die Ergebnisse dieser von mehr als 500 Pädagoginnen und Pädagogen aus allen Bundesländern getragenen Arbeit fließt unmittelbar ein in die pädagogische Praxis und in die direkte Beratung von Kindern, Eltern und Lehrkräften in Fortbildungsveranstaltungen und in zahlreiche Publikationen.

Der 186. LesePeter geht an das Jugendbuch:

Das Lied vom Ende
Von Christoph Jehlicka
256 Seiten, 22,00 EUR, ab 15 Jahren
Leipzig: Open House 2018
ISBN: 978-3-944122-36-6

Der Roman beginnt an einem unbeschwerten Sommertag und endet Heiligabend. In der Zeit dazwischen droht ein Auseinanderbrechen der Familie Schult. Anlass der Verwerfungen ist der erweiterte Suizid des verzweifelten Familienvaters Jendrisek. Er tötete erst seine Familie und dann sich selbst. Danach schnüren sich die in präziser Sprache dargebotenen Erzählstränge um die Familie Schult immer enger zusammen. Der Vater, Frank Schult, bangt um seinen Job in einer Spedition, die von der Globalisierung heimgesucht wird. Auch sein Privatleben liegt in Scherben, als die Mutter vom Verhältnis ihres Gatten mit der ermordeten Frau Jendrisek erfährt. Sohn Ben trauert seiner ihm kaum bekannten getöteten großen Liebe hinterher. Sie war die Tochter der Familie Jendrisek. Der große Bruder Bens, Nico Schult, vergeudet entweder im Getränkehandel oder kiffend seine Zeit, obwohl er doch als bestenfalls mittelmäßiger Schüler kurz vor dem Abitur ganz andere Aufgaben zu bewältigen hätte. Der Anlass jener Zuspitzungen wird dabei zu keiner Zeit sensationslustig thematisiert. Der Fokus liegt stattdessen ganz auf der brillant entwickelten und glaubhaften Figurenpsychologie.

Lesen Sie die vollständige Rezension sowie Informationen über den Autor auf der LesePeter-Seite der AJUM.

Die Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien (AJuM) der GEW
In der AG Jugendliteratur und Medien (AJuM) arbeiten LehrerInnen, ErzieherInnen und MitarbeiterInnen aus dem Hochschulbereich. Landesstellen der AJuM gibt es in12 Landesverbänden. Ihre ca. 500 Mitarbeiter rezensieren Kinder- und Jugendmedien, die von den Verlagen zur Verfügung gestellt werden, organisieren regionale und bundesweite Fortbildungen, geben Publikationen heraus, präsentieren ihre Arbeit auf Messen und vergeben den Heinrich-Wolgast- Preis der GEW für Kinder- oder Jugendmedien, die sich mit dem Thema Arbeitswelt befassen. Außerdem beraten sie Kollegen in Fragen der Kinder- und Jugendliteratur und der Schulbibliothek. Jede/r an Kinder- und Jugendliteratur sowie an Kinder- und Jugendmedien Interessierte ist zur Mitarbeit eingeladen.

Kontakt:
AJuM der GEW
c/o Ulrich H. Baselau
Osterstr. 30
26409 Wittmund
E-Mail: ulrich.baselau (at) ajum.de

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