Meldung

Lesen und Stöbern am „Checkpoint KIBUM“

23.10.2009

35. Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse


Plakat der KIBUM 2009
Plakat der KIBUM 2009
Wenn die 35. Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse (KIBUM) vom 7. bis zum 17. November ihre Pforten für kleine (und große) Leseratten öffnet, wird sich das Kulturzentrum PFL wieder in eine große Bücherlandschaft mit fast 3.000 neu erschienenen deutschsprachigen Kinder- und Jugendbüchern und Medien verwandeln, die „gecheckt“ werden wollen. Und natürlich erwartet die Besucher auch wieder ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm mit Autorenlesungen, Theateraufführungen, Vorleseaktionen, Märchenerzählen, Philosophieren und Workshops der Oldenburger Buchwerkstatt. Außerdem gibt es Mitmachveranstaltungen einer Illustratorin und eines Illustrators, Musikgeschichten, Vorträge sowie ein Kinder- und Jugendfilm-Festival.

Neuerscheinungen im Bereich der Kinder- und Jugendmedien
Die KIBUM ist die größte, nicht kommerzielle Messe ihrer Art in der Bundesrepublik Deutschland. Alljährlich im November präsentiert sie Neuerscheinungen im Bereich der Kinder- und Jugendmedien aus allen deutschsprachigen Ländern und informiert umfassend über die Kinder- und Jugendbuchproduktion des laufenden Jahres. Eine Vorauswahl der Verlagseinsendungen findet nicht statt.
Veranstalter der KIBUM sind die Stadt Oldenburg und die Carl von Ossietzky Universität. Die Stadtbibliothek und die Universitätsbibliothek sind für die Realisierung verantwortlich. Mit einer Ausstellung zum Thema der Messe begleitet die Forschungsstelle Kinder- und Jugendliteratur der Carl von Ossietzky Universität alljährlich die KIBUM.
Ein Höhepunkt der Buchmesse ist die Verleihung des „Kinder- und Jugendbuchpreises der Stadt Oldenburg“, mit dem Autorinnen und Autoren, Illustratorinnen und Illustratoren für herausragende Erstlingswerke auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur ausgezeichnet werden.

Checkpoint mit doppelter Bedeutung
Nie war das Thema einer KIBUM tagesaktueller als das der diesjährigen 35. Ausgabe. Unter dem Titel „Checkpoint KIBUM“ startet sie am Samstag, dem 7. November, genau zwei Tage vor dem 20. Jahrestag des Mauerfalls. Die beiden Veranstalter der KIBUM – die Stadt Oldenburg und die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg – nutzen den Titel in einer doppelten Bedeutung.
Zum einen wird sich das Kulturzentrum PFL wieder für elf Tage in eine große Bücherlandschaft mit fast 3.000 neu erschienenen deutschsprachigen Kinder- und Jugendbüchern sowie Medien verwandeln, die „gecheckt“ werden wollen. Die erwarteten 35.000 kleinen und großen Besucherinnen und Besucher werden wieder nach Belieben stöbern und lesen oder in den zahlreichen Veranstaltungen mit bekannten Autorinnen und Autoren reden können. Für sie wird die KIBUM wie jedes Jahr zum „Checkpoint“, an dem sie unzensiert auswählen und sich ihr eigenes Urteil bilden können.
Zum anderen hat die KIBUM in diesem Jahr das Jubiläum des Mauerfalls zum Thema. Auf vielfältige Weise soll die deutsch-deutsche Kinder- und Jugendliteratur und das Ende der ehemaligen DDR sowie die Wiedervereinigung, die Erfahrungen der Nachwendezeit und die gegenwärtige Kinder- und Jugendliteraturszene Ostdeutschlands in Ausstellungen, Lesungen Filmvorführungen und anderen Veranstaltungen dargestellt und aufbereitet werden.

Ostdeutsche Autoren und Illustratoren zu Gast
Eine Auswahl der renommiertesten Kinderbuchautorinnen und -autoren beziehungsweise -Kinderbuchillustratorinnen und -illustratoren der ehemaligen DDR – Christa Kožik, Albert Wendt, Klaus Ensikat – werden ihre beeindruckenden Gesamtwerke und zudem Arbeitsproben aus Kreativwerkstätten mit Oldenburger Kindern vorstellen. Aber auch junge ostdeutsche Autorinnen und Autoren wie Nadia Budde, Thomas Brussig und Grit Poppe sind zur „Checkpoint KIBUM“ eingeladen.

Begleitausstellung „Wendezeiten“
Die Ausstellung „Wendezeiten“ der Forschungsstelle OlFoKi der Universität Oldenburg, die künstlerische Interpretationen zu Mauerfall und deutscher Einheit in der Kinder- und Jugendliteratur fokussiert, wird von der Jugendliteraturreihe „(P)Ost-West“ begleitet werden. „(P)Ost-West“ ist das Ergebnis der in diesem Jahr besonders intensiven Zusammenarbeit von Stadt und Universität. Die Veranstalter freuen sich, als Schirmherrin die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Katrin Göring-Eckardt, gewonnen zu haben, die die Messe auch – gemeinsam mit dem ostdeutschen Liedermacher Gerhard Schöne – eröffnen wird.

Eine verwunschen-magische Ausstellung
Neben „20 Jahren Mauerfall“ wird ein weiteres Jubiläum gefeiert: Am 12. November 2009 wäre Michael Ende – der Meister der Fantastischen Literatur – 80 Jahre alt geworden. Die KIBUM und die Oldenburgische Landesbank (OLB) feiern das mit einer verwunschen-magischen Ausstellung auf der Messe und einem Jim Knopf-Figurenmusical.

Im Mittelpunkt der allgemeinen Veranstaltungen zur KIBUM 2009 stehen traditionell die Autorenlesungen. Unter anderem stellen Isabel Abedi, Matthias Sodtke, Kisten Boie, Ulf Blanck sowie Klaus-Peter Wolf ihre Werke vor. Am 6. November finden Veranstaltungen für Fachbesucherinnen und -besucher statt.

Öffnungszeiten
Die KIBUM ist montags bis freitags von 8.30 bis 19.00 Uhr und samstags und sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Das Programmheft zur KIBUM steht zum Download zur Verfügung. Anmeldungen von Schulklassen und größeren Gruppen für den Besuch der Messe werden ab dem 19. Oktober entgegen genommen.

Die Hauptförderer der KIBUM 2009 sind die Oldenburgische Landesbank AG (OLB) und die EWE Stiftung. Zudem danken die Veranstalter der GSG Oldenburg.

Kontakt:
Karl-Heinz Brückmann
KIBUM-Veranstaltungsorganisation
Stadtbibliothek Oldenburg
Peterstraße 3
26121 Oldenburg
Tel.: (0441) 235-3132.
E-Mail: Karl-Heinz.Brueckmann@stadt-oldenburg.de


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