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Bericht

Echt absolut - Literarisches Übersetzen mit Jugendlichen

23.10.2018

Eine Initiative des Literarischen Colloquiums Berlin und des Deutschen Übersetzerfonds




© Deutscher Übersetzerfonds
© Deutscher Übersetzerfonds
Im Rahmen des Projekts „Echt absolut - Literarisches Übersetzen mit Jugendlichen“, einer gemeinsamen Initiative des Literarischen Colloquiums Berlin und des Deutschen Übersetzerfonds, erhalten junge Menschen ab 13 Jahren die Gelegenheit,  unter der Anleitung professioneller Literaturübersetzerinnen und -übersetzer die Kreativität der Sprache und des Übersetzens zu entdecken und dabei ihre Lese- und Schreibkompetenzen zu erweitern.

Sprachhäuser. Deutsch-arabische Übersetzungswerkstatt für Jugendliche
„Sprache ist ein Haus. Übersetzen baut Verbindungswege von einem Haus zum anderen. Wer mehrere Sprachen spricht und übersetzt, öffnet Fenster und Türen für Besucherinnen und Besucher und für neue Bewohnerinnen und Bewohner“, heißt es in der Einladung zur deutsch-arabischen Übersetzungswerkstatt „Sprachhäuser“, die seit dem 6. Oktober 2018 einmal im Monat in der arabischen Bibliothek Baynatna in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin stattfindet. Unter Anleitung der Islamwissenschaftlerin und Übersetzerin Leila Chammaa und des Übersetzers Kenan Khadaj arbeiten Berliner Jugendliche arabischer Herkunft im Alter zwischen 13 und 18 Jahren gemeinsam an Texten, bringen ihre jeweiligen Stärken im Arabischen bzw. im Deutschen ein und ergänzen sich beim Übersetzen in beide Sprachrichtungen. Spielerischer Umgang mit Lauten und Worten, freies Assoziieren, Experimentieren mit Ausdrucksformen und -mitteln soll die Jugendlichen in ihren Kompetenzen bestärken und zugleich ermutigen, bestehende Hemmschwellen zu überwinden und eigene Entdeckungen zu machen.

Einen positiven Zugang zur Bilingualität vermitteln
„Was es bedeutet, ein Leben in zwei Sprachen zu führen, wird oft unterschätzt und längst nicht überall als eine Bereicherung bewertet“, schreibt Leila Chammaa. „Vor allem nicht, wenn es sich um Sprachen wie Arabisch, Türkisch oder Albanisch handelt.“ Die Workshopleiterin möchte die teilnehmenden Jugendlichen für ihre sprachlichen Fähigkeiten sensibilisieren, ihnen einen positiven Zugang zu ihrer Bilingualität vermitteln und sie in ihrem Selbstbewusstsein stärken. Vielleicht, entdecken ja einige Jugendliche bei der Textarbeit ihre Leidenschaft für das Übersetzen und entwickeln daraus einen Berufswunsch. Denn, so Leila Chammaa, für das Übersetzen aus dem Arabischen bzw. in das Arabische bestehe ein großer Bedarf an Nachwuchs.

Die arabische Bibliothek Baynatna
Baynatna ist Leihbibliothek und kultureller Begegnungsort zugleich. Im März 2017 in einer Unterkunft für Geflüchtete in Berlin-Kreuzberg gegründet, bezog Baynatna im Februar 2018 einen Raum in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin.
Neben arabischer Literatur im Original wie auch in deutscher und englischer Übersetzung stehen in den Regalen arabische Übersetzungen internationaler Literatur, Sach- und Kinderbücher. Darüber hinaus finden in der Bibliothek Lesungen, Konzerte und Workshops statt. Unterstützt wird Baynatna von dem Deutsch-arabischen Kulturmagazin FANN, dem Aktionsbündnis WIR MACHEN DAS, dem Netzwerk Berlin-Mondiale, Marc Drewes Architekturen, dem Institut für Architektur der TU Berlin, dem Literaturhaus Berlin, dem Hans-Schiler Verlag und von der Zentral- und Landesbibliothek Berlin.
Geöffnet ist von Freitag bis Montag jeweils von 15 bis 19 Uhr.
Weitere Informationen: www.baynatna.de

Kontakt:
Leila Chammaa
Islamwissenschaftlerin
Übersetzerin arabischer Literatur ins Deutsche
E-Mail: Sprachhaeuser@gmail.com

Redaktionskontakt: schuster@dipf.de