Meldung

Total Digital! Lesen und erzählen mit digitalen Medien

10.01.2018

Neues Projekt des Deutschen Bibliotheksverbands e.V.




Logo des Förderprogramms
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© BMBF
Im Rahmen der zweiten Phase des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ (2018 bis 2022), gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, kann der dbv mit seinem Projekt „Total Digital!“ an sein erfolgreiches Vorgängerprojekt „Lesen macht stark: Lesen und digitale Medien“ anknüpfen. Es werden kulturelle Bildungsvorhaben gefördert, in denen Kinder und Jugendliche Geschichten kennenlernen und dazu angeregt werden, sich mit digitalen Medien kreativ auszudrücken. Idealerweise sollen Medien der alltäglichen Nutzung zum Einsatz kommen, damit die Zielgruppe auch nach Maßnahmenende die Möglichkeit hat, diese weiter kreativ zu nutzen.

Ziele
Das Projekt will Kinder und Jugendliche für das Lesen, Erzählen und Darstellen mit digitalen Medien begeistern. Ziel ist, gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen kulturelle Inhalte zu entdecken, darüber in Austausch zu treten und mit unterschiedlichen Medien eigene Inhalte zu gestalten. Dabei soll sowohl die Wahrnehmung geschärft als auch das eigene Rezeptionsverhalten reflektiert werden. Insbesondere Kinder und Jugendliche, die weniger privilegiert und deren Zugänge zu Bildung erschwert sind, sollen durch das Projekt in ihrer persönlichen Entwicklung gestärkt werden. Zentral ist, dass die Teilnehmenden selbst kreativ arbeiten und die Aktion aktiv mitgestalten und umsetzen.

Mit „Total Digital!“ möchte der dbv:
  • Kindern und Jugendlichen Freude am Lesen vermitteln,
  • ihre kreativen Ausdrucksfähigkeiten mit digitalen Medien fördern,
  • Zugänge zu Kunst und Kultur schaffen,
  • Lese-, Informations- und Medienkompetenz vertiefen,
  • Bildungschancen verbessern,
  • nachhaltige Vernetzung der Akteure vor Ort befördern,
  • zivilgesellschaftliches Engagement für Bildung stärken.

Aktionen
Die Aktionen können passend zu der jeweiligen Altersgruppe inhaltlich frei gestaltet werden und verbinden auf kreative Weise den virtuellen mit dem realen Sozialraum der beteiligten Kinder und Jugendlichen. In den Aktionen sollen die Teilnehmenden die Bibliothek als Ort mit vielfältigen Bildungs- und Freizeitangeboten für sich entdecken. Grundlage ist immer eine gelesene Geschichte. Die Kinder und Jugendlichen können beispielsweise Videos, Filme, Fotostorys, Hörspiele oder andere digitale Medienformate produzieren und die Vielfalt des Internets und Social Webs nutzen, um eigene Geschichten zu gestalten, zu teilen und zu verbreiten. Für die Umsetzung werden drei auch kombinierbare Formate angeboten: (Kurz-)Workshop, Projektwoche und Kurs (3 Monate). Alle Aktionen werden von ausgebildeten Medienpädagoginnen und -pädagogen konzipiert und umgesetzt.

Bündnisse
Kompetenzen bündeln, Synergien nutzen und so Nachhaltigkeit schaffen: Um die außerschulische kulturelle Bildungsarbeit auf lokaler Ebene zu stärken, werden alle Maßnahmen im Verbund von mindestens drei Institutionen umgesetzt, die unterschiedliche Kompetenzen und Expertise einbringen. Gemeinsam bilden sie ein lokales Bündnis für Bildung.

Aufgerufen sind Einrichtungen, wie z.B. Bibliotheken, Kitas, Schulen oder Einrichtungen der beruflichen Bildung sowie Vereine, Jugendeinrichtungen oder -verbände, Einrichtungen der Wohlfahrtspflege, Organisationen für Migrantinnen- und Migranten, kirchliche Institutionen oder Buchhandlungen.

Zur Stärkung des gesellschaftlichen Engagements in der kulturellen Bildung ist die Einbindung von Ehrenamtlichen in die Umsetzung ausdrücklich gewünscht.

Finanzierung
  • Sachkosten, Honorare für Medienpädagoginnen und -pädagogen sowie Aufwandsentschädigungen für Ehrenamtliche werden nach Richtlinien gefördert.
  • Notwendige technische Ausstattung zur Umsetzung der Aktionen kann gemietet und in begründeten Ausnahmefällen angeschafft werden.
  • Weitere Drittmittel sind nicht erforderlich. Die Bündnisse bringen Eigenleistungen in das Projekt ein (beispielsweise Veranstaltungsorganisation und -ort).
  • Nicht gefördert werden können Personalkosten oder Infrastrukturkosten der durchführenden Organisationen. Die Bündnisse erhalten eine Verwaltungskostenpauschale von 5 % auf die anerkannten Projektmittel.
Detaillierte Angaben zu förderfähigen Ausgaben können beim Projektbüro nachgefragt werden. Weitere Informationen zum Projekt und den Förderbedingungen sind abrufbar unter: www.bibliotheksverband.de

Förderung
Ab Januar 2018 können lokale Bündnisse Förderanträge beim dbv einreichen. Für Bündnisse, die bereits in den Osterferien starten möchten, endet die Antragsfrist am 31.01.2018. Weitere Ausschreibungen folgen. Geplant sind zwei Ausschreibungen pro Jahr. Die Ausschreibungsunterlagen und alle Informationen zur Antragstellung und den angebotenen Formaten können beim dbv-Projektbüro nachgefragt werden.

Kontakt:
Brigitta Wühr, Projektleitung
Deutscher Bibliotheksverband e.V. (dbv)
Fritschestr. 27-28
10585 Berlin
Tel.: (030) 6449899-13
E-Mail: wuehr@bibliotheksverband.de

Markus Dunkel, Projektadministration
E-Mail: dunkel@bibliotheksverband.de
Tel.: (030) 6449899-23
www.bibliotheksverband.de
Redaktionskontakt: schuster@dipf.de