Meldung

Witaj! KIBUM trifft Polen

03.11.2017

43. Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse




KIBUM Plakat 2017
KIBUM Plakat 2017
Illustration: Jozef Wilkon
Vom 4. bis zum 14. November 2017 laden die Stadt Oldenburg und die Carl von Ossietzky Universität dazu ein, die polnische Kinder- und Jugendliteratur zu entdecken. Die Schirmherrschaft für die KIBUM 2017 hat der Kinderbuchautor und -illustrator Janosch übernommen. Janosch hat polnische Wurzeln und empfindet Oldenburg – wie er selbst sagt – als seine „zweite Heimat“. Das Kulturzentrum PFL verwandelt sich für die erwarteten 30.000 kleinen und großen KIBUM-Fans wieder in eine zum Lesen einladende Bücherlandschaft mit nahezu 2.500 Neuerscheinungen des deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchmarktes.
Zur Eröffnung der 43. KIBUM am 4. November präsentieren Kindertheatergruppen aus Breslau und Oldenburg im großen Saal des Kulturzentrums PFL die schönsten, spannendsten, witzigsten und temporeichsten Gedichte für Kinder aus der Feder polnischer Lyrikerinnen und Lyriker. Poetische Quelle ist die polnisch-deutsche Lyrik-Anthologie für Kinder „Ein Weg, der niemals endet“/„Droga nie ma konca niem“. Die Gedichtsammlung vereint die wichtigsten polnischen Kindergedichte des 20. und 21. Jahrhunderts. Zugleich war sie das größte literarische Projekt Breslaus als Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2016. Es spielen junge Schauspielerinnen und Schauspieler des Breslauer Kindertheaters „Wrocławskie Centrum Twórczości Dziecka“ und des des Oldenburger „Vereins Jugendkulturarbeit“.

„Wisent-Geschichten“ für alle Grundschulklassen
Jede Grundschulklasse, die die KIBUM besucht, erhält ein Exemplar des Kinderbuches „Wisent-Geschichten“ für die Klassenbibliothek. Gemeinsam mit dem polnischen Kinderbuchautor und -illustrator Piotr Socha – kürzlich ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis für sein Sachbuch „Bienen“ – hat die Klasse 3a der Oldenburger Wallschule im Juni an den „Wisent-Geschichten“ gearbeitet. Während der KIBUM werden Piotr Socha und die Kinder ihr Buch im Rahmen einer Lesung präsentieren. Darin unternimmt der kleine Wisent Spicek mit seinem Uropa Piotr aus dem Urwald von Bialowieza in Polen eine spannende Zeitreise in die Steinzeit, in das antike Rom und die Kunst- und Kulturgeschichte. Der Oldenburger Künstlers Andrey Gradetchliev gestaltete das KIBUM-Buch.

Ausstellungen mit Plakaten und Bilderbuchkunst
Das Bilderbuch nimmt in Polen eine herausragende Position ein. Die KIBUM würdigt dies mit der polnischen Plakatausstellung „HIER LESE ICH!“ und der kleinen, feinen Auswahl „Alle Welt – Bilderbuchkunst von Aleksandra Mizielinska & Daniel Mizielinski“. Ein besonderes Glanzlicht ist die Ausstellung „Oh, wie schön ist... Bilderbuchkunst von Janosch“. Sie zeigt Bilderbuch-Originalillustrationen aus allen Schaffensperioden des Künstlers, Kinderbuchautors und KIBUM-Schirmherrn: Lieblinge wie die „Tigerente“, der „Kleine Bär“ und der „Kleine Tiger“, aber auch Werke aus dem frühen Schaffen Janoschs bis hin zu Kuriositäten. Janoschs spannende autobiographische Bezüge zu Norddeutschland sind in der Ausstellung dargestellt. Zu sehen ist außerdem ein Best-of der 26-teiligen Zeichentrickreihe „Janoschs Traumstunde“.

Symposium der Forschungsstelle Kinder- und Jugendliteratur
Vom 6. bis 8. November 2017 veranstaltet die Forschungsstelle Kinder- und Jugendliteratur der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg im Bibliothekssaal der Universität das interdisziplinäre Symposium „Sprache als Herausforderung – Literatur als Ziel: Sprachsensible Zugänge zu Kinder- und Jugendliteratur“. Lernende mit und ohne Migrationshintergrund können beim Erwerb bildungssprachlicher Kompetenzen ohne Unterstützung durch einen sprachsensiblen Fachunterricht leicht scheitern. Mit Blick auf die Kinder- und Jugendliteratur fragt das Symposium, was eine sprachsensible Vermittlung kennzeichnet, welche Herausforderungen ihre Vermittlung in der Primar- und Sekundarstufe I mit sich bringt und welche neueren Texte besondere Lernpotenziale bergen. Eingeladen sind einerseits Fachwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die als Expertinnen und Experten für Kinder- und Jugendliteratur, für Literatur- und Sprachdidaktik sowie für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache referieren; andererseits aber auch Lehrerinnen und Lehrer, Studien- und Fachseminarvertreterinnen und -vertreter sowie alle Interessierten, die sich im Bereich der Sprach- und Kulturvermittlung – auch im Rahmen von Integrations- und Sprachkursen für Zugewanderte und Geflüchtete – engagieren. Die Teilnahme ist kostenlos.
Leitung: Prof. Dr. Jörn Brüggemann, Prof. Dr. Juliana Goschler, Prof. Dr. Birgit Mesch

Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2017
Seit 1977 vergibt die Stadt Oldenburg einen Preis für herausragende literarische und künstlerische Leistungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur. Der mit 8.000 Euro dotierte Preis soll als Förderpreis dem Ansporn und der Ermutigung von Autorinnen und Autoren beziehungsweise Illustratorinnen und Illustratoren dienen, die ein Erstlingswerk vorlegen. Für den diesjährigen Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg wurden 300 Erstlingswerke (203 Manuskripte, 97 Bücher) eingereicht und von der Jury gesichtet und beurteilt. Nominiert wurden:
  • Anne Becker aus Essen mit ihrem Jugendbuchmanuskript „Klickediklack“
  • Ulrich Fasshauer aus Berlin mit seinem Kinderbuch „Das U-Boot auf dem Berg“ (Tulipan Verlag)
  • Julya Rabinowich mit ihrem Jugendbuch „Dazwischen: ich“ (Hanser Verlag)
Am 8. November um 15 Uhr lesen die Nominierten in der Kinderbibliothek am PFL, Peterstraße 1, der Eintritt ist frei. Wer den Preis erhält, wird dann am Abend um 19 Uhr bei der Preisverleihung im großen Sitzungssaal des Alten Rathauses bekannt gegeben.

Kontakt:
KIBUM-Veranstaltungsprogramm:
Regina Peters
Stadtbibliothek im PFL
Peterstr. 3
26121 Oldenburg
Tel.: (0441) 235-3670
E-Mail: regina.peters@stadt-oldenburg.de

Kinder- und Jugendbuchpreis/ Allgemeine Auskünfte:
Astrid Simon
Stadtbibliothek im PFL
Peterstr. 3
26121 Oldenburg
Tel.: (0441) 235-3005
E-Mail: astrid.simon@stadt-oldenburg.de

Redaktionskontakt: schuster@dipf.de