Bericht

Buxtehude ist die aktivste Vorlesehauptstadt

06.03.2014

Auszeichnung für Engagement am 10. Bundesweiten Vorlesetag




Feierstunde in der Stadtbibliothek
Feierstunde in der Stadtbibliothek
© Stadt Buxtehude
Im Jubiläumsjahr des Bundesweiten Vorlesetages lobten die Initiatoren, die ZEIT, die Stiftung Lesen und die Bahn AG, gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund erstmals den Vorlesehauptstadt-Wettbewerb aus, an dem alle Städte und Gemeinden Deutschlands teilnehmen konnten. Drei Städte wurden für ihr Engagement am 10. Bundesweiten Vorlesetag ausgezeichnet: Glücksburg an der Ostsee als „außergewöhnlichste Vorlesestadt“, Mönchengladbach als „öffentlichkeitswirksamste Vorlesestadt“ und Buxtehude als „aktivste Vorlesestadt“.

Bürgermeister Jürgen Badur nahm die Auszeichnung entgegen
Am 10. Bundesweiten Vorlesetag im November 2013 war fast ganz Buxtehude bei Leseaktionen auf den Beinen. Zu Recht befanden die Initiatoren des Vorlesetages, dass Buxtehude damit die „aktivste Vorlesestadt“ ist, und zeichneten sie mit dem Titel „Vorlesehauptstadt 2013“ aus. Am 5. März wurde die Plakette im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Stadtbibliothek von Dr. Jörg F. Maas, Geschäftsführer der Stiftung Lesen, an Bürgermeister Jürgen Badur im Beisein von Stefan Wittkop, Beigeordneter des Nds. Städtetags, Erika Wierschem, Förderkreis der Stadtbibliothek Buxtehude e.V., Ulrike Mensching, Leiterin der Stadtbibliothek und Kay Stelter, Leitung Kultur- und Politikveranstaltungen, DIE ZEIT, überreicht.

„Gemessen an der Einwohnerzahl von Buxtehude ist diese wunderschöne Stadt mit ihren insgesamt 734 registrierten Vorleserinnen und Vorlesern direkt auf Platz eins des Siegertreppchens geklettert. Schon beim Auswerten der angemeldeten Vorleseaktionen hatte die Jury das Gefühl, dass sich quasi ganz Buxtehude am Bundesweiten Vorlesetag auf die Beine gemacht hat, um an den unterschiedlichsten Orten in der Stadt vorzulesen“, lautete es in der Begründung der Jury. Dr. Jörg F. Maas betonte in seiner Rede in der Stadtbibliothek, dass die Plakette deshalb nicht nur eine Auszeichnung für die Initiativen der Stadtverwaltung sei, sondern für das gesamte ehrenamtliche Engagement in Buxtehude.

Als der Bundesweite Vorlesetag bevorstand, war für die Stadtbibliothek und ihren Förderkreis sofort klar: „Wir machen mit und schicken unsere ehrenamtlichen Vorlesepatinnen und -paten in alle Kindertagesstätten und sämtliche Grundschulen.“ In der Stadtbibliothek selbst lasen die Erste Stadträtin Katja Oldenburg-Schmidt und Landrat Michael Roesberg den Kindern vor. Insgesamt wurde an mehr als 30 Orten vorgelesen, unter anderem auch mit einer Aktion an der beliebten Tauschbücherei, einer alten Telefonzelle am Stavenort.

Lesen und Leseförderung haben in Buxtehude eine lange Tradition. Überregional bekannt ist der Buxtehuder Bulle, einer der renommiertesten deutschen Jugendliteraturpreise, der bereits 1971 von dem Buxtehuder Buchhändler Winfried Ziemann initiiert wurde. Jährlich werden Jugendliche dadurch zu aktivem und intensivem Lesen animiert. Insgesamt trägt der Preis zu einer Förderung und Verbreitung guter Jugendbücher bei. Aber nicht nur das. Leseförderung fängt in Buxtehude bereits bei den Allerkleinsten an. Im „Kälbchentreff“ lernen sie Lieder und Reime, um frühzeitig in der Sprachentwicklung gefördert zu werden. In den Kindertagesstätten und Grundschulen wird regelmäßig vorgelesen, oft in Form des Bilderbuchkinos. Und in regelmäßigen Abständen findet die Rucksackbibliothek statt, ein mobiles Leseförderprojekt, das flächendeckend alle Kindergartenkinder erreicht, die anschließend selbst einen Preis, das „Buxtehuder Kälbchen“, für ihr liebstes Bilderbuch vergeben. Dieses Projekt wurde im Vorjahr als vorbildliches Modell mit dem Deutschen Lesepreis ausgezeichnet.

Kontakt:
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Stadt Buxtehude, Pressestelle
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Tel.: (04161) 501-1005
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