Meldung

Frankfurt schreibt! Der große Diktatwettbewerb

07.02.2014

Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft sucht den Rechtschreib-Meister




© Stiftung Polytechnische Gesellschaft
© Stiftung Polytechnische Gesellschaft
„Frankfurt schreibt!“ dehnt sich aus: Der große Diktatwettbewerb, der heiter und lehrreich darauf hinweist, wie wichtig richtiges Schreiben ist, zieht in seinem dritten Jahr nicht nur Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Frankfurt am Main und anderen hessischen Orten in seinen Bann, sondern erstmals auch aus einer Frankfurter Partnerstadt, aus Mailand.
„Sprachkompetenz gibt Sicherheit im Auftreten, öffnet Türen zu Gesprächspartnern, ermöglicht Teilhabe, Selbstbestimmung und Mitwirkung. Das persönliche Sprachvermögen ist die erste Visitenkarte im täglichen Umgang und ist in gewisser Weise ein Selbstporträt. Gerne unterstützen wir Initiativen, die auf ansprechende, herausfordernde und kreative Weise die Sprachfähigkeit verbessern“, so Hessens Kultusminister Ralph Alexander Lorz, dessen Ministerium den Diktatwettbewerb seit Anbeginn fördert.

„Beim sportlichen Diktat für Oberstufenschüler, ihre Lehrer und Eltern werden die Schätze des deutschen Wortschatzes spielerisch gehoben“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Dr. Roland Kaehlbrandt. „Wir sprechen eine Sprache, aber wir formen auch eine Sprachkultur. Das zu erleben und zu erfahren, in einem Wettbewerb, in dem gemeinsam gedacht, geschrieben, geseufzt, gebangt und gejubelt wird, in dem der Bedeutung und der Form unserer Wörter nachgespürt wird – das ist das Ziel von Frankfurt schreibt!“

„Zwei mondän daherkommende Touristen mit anorakähnlichen Designerjacketts und asymmetrisch gegelten Frisuren wählten Zucchini-Auberginen-Gratin à la carte“ – rechtschreibhürdenreichen Sätzen wie diesem stellen sich zunächst die Teams beim Frankfurt-Finale am 27. Februar. „Rund 140 Teilnehmer aus 13 Frankfurter Schulen werden dann in der Max-Beckmann-Schule zu Stift und Papier greifen“, blickt Wettbewerbsleiter Oliver Beddies voraus. „Bei der anschließenden öffentlichen Korrektur unter dem Blick der 20-köpfigen Jury wird Frankfurts Rechtschreib-Champion 2014 ermittelt.“ Mit der Klingerschule wird erstmals auch eine berufliche Schule am Start sein, parallel wird der Wettstreit an der Deutschen Schule in Mailand ausgetragen.

Die besten drei jeder Kategorie (Schüler, Lehrer, Eltern) erhalten attraktive Preise und qualifizieren sich für die zweite Phase des Wettbewerbs, für „Frankfurt schreibt! – Die Herausforderer“ am 15. Mai. Dabei werden sie dann gegen Oberstufenteams aus ganz Hessen antreten und bestimmen überregional den Rechtschreib-Meister 2014. Die Moderation der beiden Bildungs-Shows liegt erneut in den Händen von Constanze Angermann (Hessenschau), und wieder stellen sich außer Konkurrenz auch Frankfurter Prominente den Sprachtüfteleien – darunter Renate von Metzler, ZDF-Moderator Achim Winter und der Intendant der Alten Oper, Dr. Stephan Pauly.

Bei der Vorbereitung auf die Wettbewerbstage hilft die erweiterte Website, auf der jetzt die Sieger des Vorjahres knifflige Probediktate einlesen. Neu ist der „Frankfurt schreibt!“-Schulberater: Dank der Kooperation mit dem Kultusministerium unterstützt nun Ralf Langhammer von der Geschwister-Scholl-Schule in Bensheim die hessischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Vorfeld des Wettbewerbs. „Das Projekt füllt eine echte Lücke in den Schulen. Diktate fühlen sich jetzt anders an, richtig gut“, ist Langhammer begeistert. 54 hessische Gymnasien, Berufliche und Integrierte Gesamtschulen haben in diesem Jahr ihr Interesse bekundet, bei „Frankfurt schreibt! – Die Herausforderer“ dabei zu sein.

„Frankfurt schreibt! Der große Diktatwettbewerb“ ist ein Projekt der Stiftung Polytechnische Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Kultusministerium, dem Landesschulamt / dem Staatlichen Schulamt für die Stadt Frankfurt am Main, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dem Hessischen Rundfunk (hr2-kultur) und dem Dudenverlag; Förderpartner ist die Dr. Marschner Stiftung. „Frankfurt schreibt! Die Herausforderer“ gestaltet die Stiftung gemeinsam mit dem Hessischen Kultusministerium, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dem Hessischen Rundfunk (hr2-kultur) und dem Dudenverlag; gefördert wird das Projekt von der UBS Deutschland AG und der Fazit-Stiftung. Die Ausweitung auf Mailand ermöglicht die Allianz Kulturstiftung.

Übrigens: Bereits vor 156 Jahren hat sich die Polytechnische Gesellschaft, die Mutterorganisation der ausrichtenden Stiftung, in einem ähnlichen Projekt engagiert. Sie förderte die Kurzschrift für effiziente Kommunikation im gewerblichen Leben und führte 1858 erstmals in Deutschland einen Stenographiewettbewerb durch. Heute nimmt die Polytechnische Stiftung die immer schlechter werdenden Kenntnisse in der Rechtschreibung zum Anlass, etwas Ähnliches wie ihre polytechnischen Vorfahren auf den Weg zu bringen.

Einladung zum Wettkampf mit öffentlicher Diktat-Korrektur am 27.02.2014
Ein Eigenbrödler, ist das nicht jemand, der innerlich brodelt, mürrisch und aufbrausend ist? Nein, Eigenbrötler wird mit „t“ geschrieben und hat mit Brot zu tun: Ursprünglich bezeichnet der Begriff Junggesellen, die ihr eigenes Brot backen. Knifflige sprachhistorische Herleitungen und die Besonderheiten der Groß- und Klein-, Getrennt- und Zusammenschreibung machen die deutsche Rechtschreibung kompliziert. Aber richtiges Schreiben ist auch in Zeiten von E-Mails und SMS wichtig. Wie spannend, witzig und lehrreich der Umgang mit Sprache sein kann, zeigen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Diktatwettbewerbs am 27. Februar 2014 um 18 Uhr in der Max-Beckmann-Schule, in Frankfurt am Main. Rund 140 Oberstufenschüler, Lehrer und Eltern aus 13 Frankfurter Schulen stellen sich einem kniffligen Diktat mit Rechtschreibhürden

Im Dezember nominierten die Schulen ihre Rechtschreibmeister, im Januar schrieben sie ein Probediktat. Jetzt im Finale bekommen die Frankfurter weitere Konkurrenz: Im dritten Jahr des Wettbewerbs nehmen erstmals Schüler, Lehrer und Eltern der Deutschen Schule in Mailand teil. Außerdem greifen Prominente und Sprachprofis zu den Stiften – darunter Renate von Metzler, ZDF-Moderator Achim Winter und Dr. Helmut Gold, Direktor des Museums für Kommunikation Frankfurt.
Interessierte sind herzlich eingeladen, den Wettkampf mit öffentlicher Diktat-Korrektur und Siegerehrung, moderiert von Constanze Angermann (Hessenschau), live mitzuverfolgen. Vorsitzender der Jury ist Dr. Werner Scholze-Stubenrecht, Leiter der Dudenredaktion. Die besten Schüler, Lehrer und Eltern qualifizieren sich für das hessenweite Finale „Frankfurt schreibt! – Die Herausforderer“ im Mai.

Wann: Donnerstag, 27. Februar 2014, 18 Uhr
Wo: Max-Beckmann-Schule, Sophienstraße 70, 60487 Frankfurt am Main
Anmeldung: bis 26. Februar 2014 per E-Mail an: graf@sptg.de

Kontakt:
Oliver Beddies
Projektleiter Bildung
Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main
Untermainanlage 5
60329 Frankfurt am Main
Tel.: (069) 789889–23
E-Mail: beddies@sptg.de
Internet: www.frankfurt-schreibt.de

Stephan M. Hübner
Bereichsleiter Information und Kommunikation
Tel.: (069) 789889–16
E-Mail: huebner@sptg.de

Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main
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60329 Frankfurt am Main
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