Meldung

Lesestart in Baden-Württembergs Bibliotheken

20.11.2013

Großes Engagement für die frühkindliche Leseförderung




Lesestart-Logo
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© Stiftung Lesen
Am 20. November 2013 startete Baden-Württemberg in die zweite Phase des bundesweiten Programms „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und von der Stiftung Lesen seit 2011 durchgeführt wird. In der Kinder- und Jugendbibliothek der Stadtbibliothek Karlsruhe überreichte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup (SPD), Vorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg im Deutschen Bibliotheksverband, Lesestart-Sets an dreijährige Kinder und ihre Eltern. Ein Lesestart-Set enthält Tipps und Informationsmaterial für Eltern in mehreren Sprachen sowie ein altersgerechtes Kinderbuch.

„In Baden-Württemberg machen über 600 Öffentliche Bibliotheken bei Lesestart mit. Diese überwältigende Beteiligung ist Ausdruck des großen Engagements der Bibliotheken für die Leseförderung. Von ihnen wird dieses überzeugende Programm in die Fläche unseres Landes getragen“, erläuterte Mentrup. Unterstützt werden die Bibliotheken hier von den staatlichen und kirchlichen Bibliotheksfachstellen.
Auch die Schauspielerin ChrisTine Urspruch war in Karlsruhe vor Ort und engagiert sich gern für Lesestart: „Vorlesen verbindet: eine vertraute Stimme an einem vertrauten Ort schafft Nähe und Geborgenheit. Geschichten und Bilder beflügeln die Fantasie und bereichern den Wortschatz.“

Die Stiftung Lesen, vertreten durch Sabine Uehlein, Geschäftsführerin Programme und Projekte, übergab eine Lesestart-Buchkiste an die Bibliotheksleitung: „Die aktuellen Zwischenergebnisse der wissenschaftlichen Begleituntersuchung belegen, dass die Lesestart-Initiative wirkt: Fast alle Eltern, die die Lesestart-Sets erhalten, beschäftigen sich mit den Materialien, zwei Drittel davon sehr intensiv. 62 Prozent der Eltern greifen Tipps auf und erhöhen z.B. ihr Vorlesepensum im Alltag; ein Viertel der Eltern bemerkt positive Veränderungen in ihren Einstellungen zum Thema und in ihrem Vorleseverhalten“, erläuterte Uehlein. Die Initiative wird von der InterVal GmbH, Berlin, in Kooperation mit Prof. Dr. Christine Garbe von der Universität zu Köln und Dr. Claus Barkmann vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wissenschaftlich begleitet. Ziele sind die laufende Optimierung der Programmumsetzung sowie die begleitende Wirkungsanalyse.

Damit diese positiven Entwicklungen fortgeführt werden können, beginnt nun die zweite Lesestart-Phase, in der die Bibliotheken als zentrale Orte der kulturellen Bildung eine wichtige Rolle spielen. Im Rahmen der Initiative, die vom Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv), Borromäusverein e.V., Evangelisches Literaturportal e.V., Sankt Michaelsbund und der Fachkonferenz der Bibliotheksfachstellen in Deutschland unterstützt wird, wird die Stadtbibliothek Karlsruhe zusammen mit vielen weiteren Bibliotheken bundesweit zur zentralen Anlaufstelle für Familien und ihre dreijährigen Kinder, die dort ihr persönliches Lesestart-Set erhalten. Ziel ist es, Eltern zum Vorlesen und mehr Kinder zum Lesen zu motivieren.

Die erste Phase von Lesestart, in der Familien mit einjährigen Kindern im Rahmen der U6-Vorsorgeuntersuchung bei ihrer Kinderärztin oder ihrem Kinderarzt ein kostenloses Lesestart-Set erhalten, startete im November 2011. In der zweiten Phase ab 2013 erwartet die dann Dreijährigen und ihre Eltern ein altersgerecht zusammengestelltes Lesestart-Set in den örtlichen Bibliotheken. Die Bibliotheken arbeiten dazu eng mit sozialen und kommunalen Einrichtungen wie z. B. Kindertagesstätten zusammen. in der dritten Lesestart-Phase, die 2016 beginnt, erhält jedes Kind zum Schulanfang ein Lesestart-Set, das zum Selberlesen motivieren soll. Weitere Informationen unter: www.lesestart.de

Kontakt:
Landesverband Baden-Württemberg im Deutschen Bibliotheksverband
Monika Ziller, Bibliotheksleiterin
Stadtbibliothek Heilbronn
Berliner Platz 12 (K3)
74072 Heilbronn
Tel.: (07131) 562663
E-Mail: monika.ziller@stadt-heilbronn.de
Internet: www.bibliotheksverband.de

Stiftung Lesen
Stephanie Lange
PR-Managerin
Römerwall 40
55131 Mainz
Tel.: (06131) 2 88 90 - 68
E-Mail: Stephanie.Lange@stiftunglesen.de
Internet: www.stiftunglesen.de
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