Bericht

Favoriten des Jugendleseclubs JuLiD 2013

14.08.2013

Leseempfehlungen von Jugendlichen für Jugendliche




JuliD-Plakat 2013
JuliD-Plakat 2013
© Schul- und Stadtteilbücherei Dreieich
Seit September 2009 treffen sich Jugendliche aus Dreieich und Umgebung einmal im Monat im Leseclub JuLiD (=Jugend-Literatur Dreieich), um aktuelle Jugendliteratur zu sichten, zu lesen und zu bewerten. Nach jedem Schuljahr werden fünf Jugendbücher und eine Jugendbuchreihe als Favoriten gekürt und anderen Jugendlichen zur Lektüre empfohlen. Außerdem beteiligen sich die JuLiD-Mitglieder regelmäßig an der Gestaltung des Medienangebotes der Schul- und Stadtteilbücherei Dreieich Weibelfeldschule und schreiben über gelesene Bücher Rezensionen, die unter www.julid-online.de veröffentlicht werden.
Im Schuljahr 2012/2013 lasen die 16 Mitglieder der JuLiD-Jugendjury 132 der im Jahr 2012 in Deutschland erschienenen Jugendücher, gaben 508 Bewertungen ab und schrieben 26 Rezensionen. Die Titel, die gelesen und bewertet wurden, sind von den Jugendlichen selbst ausgewählt worden. Zu Beginn der hessischen Sommerferien standen die Siegertitel fest.

Die Siegertitel 2013
Die JuLiD-Mitglieder entschieden sich für fünf Favoriten und eine beste Reihe. Unter diesen Titeln wurde keine Rangfolge vergeben, weil so tolle, aber unterschiedliche Bücher nicht miteinander konkurrieren sollen. Entscheidend waren für die Jugendlichen das Cover, das Thema, die Umsetzung, Spannung, Sprache und die Charaktere.

Michael Grant: BZRK1
ISBN 978-3-86396-039-1 Engmont INK

Noah besucht seinen Bruder in einer Anstalt und muss feststellen, dass dieser sich völlig verändert hat. Er wird wie ein Tier gehalten und brabbelt nur noch schwachsinniges, unverständliches Zeug. Sadie verliert währenddessen bei einem Flugzeugabsturz über einem Stadion ihre gesamte Familie. Doch weshalb geschieht dies alles und welche Rolle spielt dabei die Nanotechnologie?
Da ich bereits eine andere Reihe des Autors gelesen habe, bin ich mit dem Schreibstil des Autors einigermaßen vertraut. Dennoch war ich überrascht, wie schonungslos und brutal manche Ereignisse in dem Roman geschildert werden und so gleicht dieses Buch vielmehr einem Erwachsenen- als einem richtigen Jugendroman. Die Schilderungen der Nanotechnologie und ihrer Nutzung sind teilweise echt „abgefahren“ und endlich mal etwas Neues, man merkt, dass der Autor sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat und so eine völlige neuartige und abgedrehte Handlung entwickelt hat. Dennoch ist der Roman auch für „Computerlaien“ durchaus verständlich und man kann der Handlung gut folgen. Einzig zu den Charakteren behält man als Leser immer eine gewisse Distanz, man kann sich nicht völlig in sie hineinversetzen, wenngleich sie trotzdem sehr gut ausgearbeitet sind. Besonders gut hat mir auch der Perspektivwechsel zwischen den „Guten“ und den „Bösen“ gefallen, der teilweise noch einmal ein ganz anderes Licht auf die Sache wirft.
Insgesamt ist BZRK1 ein interessanter und spannender, gleichzeitig aber auch sehr informativer Roman, der anhand eines sehr drastischen Beispiels zeigt, was in der Zukunft alles möglich sein kann bzw. eventuell auch schon ist!
Sabrina, 18 Jahre

Das Buch ist sehr spannend und behandelt erfrischend neue Themen. Dabei wird das Thema modernste Kriegsführung auf ein neues Niveau gehoben und sehr packend umgesetzt.
Alexander, 19 Jahre

Julie Anne Peters: By the time you’ll read this, I’ll be dead
ISBN 978-3-440-12817-6 (21st century thrill), Kosmos

Daelyn will sterben. Nach mehreren missglückten Suizidversuchen ist Daelyn stumm und wird von ihren Eltern auf Schritt und Tritt bewacht.
Eines Tages kommt sie auf die Website „durch-das-Licht.com“, wo man Hilfestellungen und Tipps für einen Suizid innerhalb von 23 Tagen bekommt. Daelyn meldet sich dort an und schließt mit ihrem Leben ab. Doch dann begegnet sie Santana. Santana, der sie einfach nicht in Ruhe lässt. Doch kann Santana sie von ihrem Suizid abbringen?
Das ansprechende Cover und auch der Klappentext auf der Rückseite des Buches haben mich sehr angesprochen. Die Geschichte ist bewegend und mitreißend und man sieht das Tabuthema „Suizid“ von einer vollkommen anderen Seite. Daelyns Beweggründe versteht man und wagt sogar zu hoffen, dass sie es schafft, sich umzubringen.
Der Anhang mit einigen Hintergrundinformationen und Fragen empfiehlt das Buch auch als Schullektüre, was ich nur bestätigen kann. Dieses Buch ist auch etwas für Erwachsene, weil sie so die Psyche der Jugendlichen besser verstehen können und nicht alles klein reden können.
Madeleine, 16 Jahre

„By the time you read this, I’ll be dead“ ist ein etwas anderes Buch. Es handelt von einem Mädchen, das sich aufgrund von Mobbing u.a. durch ihre Mitschüler umbringen will und auch schon einige missglückte Selbstmordversuche hinter sich hat. Gerade weil es sich um ein sehr sensibles Thema handelt, ist die Geschichte sehr einfühlsam und mitfühlend erzählt und man kann sofort eine gewisse Empathie mit der Hautperson empfinden. Obwohl die Geschichte an einigen Stellen auch recht amüsant erscheint, z.B. wenn Daelyn von den verschiedenen Suizidarten erfährt, wie effektiv oder schmerzhaft sie sind, werden an anderen Stellen auch die schwerwiegenden Gründe für Daelyns Entscheidung aufgezeigt und auch die damit verbundenen Folgen für ihre Familie. Letzten Endes fiebert man das ganze Buch über mit Daelyn mit und hofft schließlich, dass sie in Santana einen Menschen gefunden hat, der ihr Leben wieder lebenswert macht. „By the time you read this, I’ll be dead“ ist ein sehr aufwühlendes, trauriges, teils auch komisches Buch, das sich mit dem leider immer wieder aktuellen Tabuthema, dem Suizid, gerade auch bei Jugendlichen, beschäftigt.
Sabrina, 18 Jahre

Ein Buch, das schockierende Wahrheiten offenbart! Viele Menschen sind suizidgefährdet, aber in der heutigen Leistungsgesellschaft möchte das niemand wahrhaben. In diesem Roman wird das Thema Selbstmord als Selbstverständlichkeit beschrieben, so dass niemals das Gefühl aufkommt, es könnte ein Tabu sein, und die Autorin schafft es gekonnt, ihre Protagonistin Daelyn so real wirken zu lassen, dass der Leser mit ihr zittert, und bei jedem gescheiterten Selbstmordversuch traurig ist, dass sie es wieder nicht geschafft hat.                                                                                                                                                                                                                                  Jacqueline, 18 Jahre

Das Buch hat eine sehr gute Grundprämisse und setzt diese sehr geschickt um. Dabei wird einerseits das Thema Selbstmord sehr gewissenhaft behandelt, andererseits gibt es auch genug unterhaltsame Anknüpfungspunkte.
Alexander, 19 Jahre

John Green: Das Schicksal ist ein mieser Verräter
ISBN 978-3-446-24009-4, Hanser

Der Roman „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green handelt von der krebskranken Hazel, die in einer ihrer verhassten Selbsthilfegruppen auf Augustus (=Gus), dem aufgrund seines Krebses ein Bein amputiert werden musste, trifft. Die beiden verstehen sich auf Anhieb super und verlieben sich schon bald ineinander. Hazel weiß, ihre Krankheit ist unheilbar. Sie erzählt Gus von ihrem Traum, einmal ihren Lieblingsautor, Peter Van Houten, zu treffen und Gus erfüllt ihn ihr. Doch in Amsterdam, dem Heimatort des Autors, stellt dieser sich als ganz anders heraus, als gedacht, und auch Gus scheint ein Geheimnis vor Hazel verstecken zu wollen ...
Dieses Buch ist das erste und einzige über Krebs, das ich je gut fand. Es ist nicht auf Mitleid getrimmt, ganz im Gegenteil: Freude, Trauer, Witz, Angst, Wut, Liebe, … Egal, welche Emotion man sucht, in diesem Roman wird man sie finden!
Mit sehr sympathischen, frischen Protagonisten erzählt John Green eine Geschichte über das Leben, über Gutes wie Schlechtes. Der Leser wird gefangen genommen und kann sich so schnell nicht mehr aus dem Bann dieser Geschichte befreien. Tipp: Taschentücher bereithalten!
                                                                                                                                                                   Jacqueline, 18 Jahre


Das Buch erzählt humorvoll die wunderbare, traurige Geschichte von Hazel Grace. Ein Buch, bei dem man manchmal nicht weiß, ob man Lachtränen in den Augen hat oder nicht.
Clara Hansen

Das Buch behandelt das Thema Krebs auf eine erfrischend andere und unterhaltsame Weise, dabei greift es vor allem auf sehr interessante und glaubwürdige Charaktere zurück.
Alexander, 19 Jahre

Mich hat der Roman besonders durch die etwas andere Geschichte überzeugt! Es handelt sich hier um kein „gewöhnliches“ Krebsbuch, es ist vielmehr eine tragische, oftmals humorvolle und lebensbejahende Schilderung des Schicksals von Hazel und ihrem Freund Augustus. Die Geschichte hat mich unglaublich bewegt, man leidet mit den Charakteren, freut sich mit ihnen und lacht immer wieder über den Sarkasmus, den Hazel trotz oder vielleicht gerade aufgrund ihrer unheilbaren Krankheit an den Tag legt. Es hat selten ein Buch gegeben, das mich auch noch nach dem Lesen weiterhin so beschäftigt hat wie dieses! Man fühlt sich mit den Protagonisten unglaublich verbunden und man bekommt als Leser einen sehr guten Eindruck davon, wie schwer es für sie und ihre Familien manchmal ist. Insgesamt ein unglaublich empfehlenswertes und außergewöhnliches Buch, welches sehr gekonnt mit dem doch sehr schwierigen Thema Krebs umgeht und das man unbedingt gelesen haben sollte!
Sabrina, 18 Jahre

Tahereh Mafi: Ich fürchte mich nicht
ISBN 978-3-442-31301-3, Goldmann

In „Ich fürchte mich nicht“ von Tahereh Mafi geht es um Juliette, die in einem Gefängnis sitzt, weil sie andere Menschen mit einer Berührung extreme Schmerzen zufügt, die tödlich sein können.
Der Mystery-Roman ist sehr gut geschrieben. Zuerst war ich jedoch ein wenig überrascht, denn die meiste Zeit folgen kurze, ausdruckstarke Hauptsätze aufeinander und es brauchte einige Seiten, um in die ungewohnte Schreibweise einzutauchen. Doch die anfängliche Unsicherheit wird sich lohnen, denn diese kurzen Sätze transportieren richtig viel Gefühl und man kann sich sofort mit dem Hauptcharakter identifizieren. Das Thema finde ich sehr interessant und verständlich herübergebracht. Die Charaktere sind stark und überzeugend. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und bin schon gespannt auf den nächsten Band. Ich finde die Story sehr fesselnd und spannend und der Schreibstil hat mich beeindruckt.
Franziska, 17 Jahre

Der Roman „Ich fürchte mich nicht“ ist etwas vollkommen Neues. Die Gedanken Juliettes, der Hauptperson, sind, wenn sie sich selbst verbietet, sie zu denken, durchgestrichen, sodass vor allem ein Satz besonders häufig zu lesen ist: Ich fürchte mich nicht. Das macht die Geschichte lebendig, und das Buch zu etwas Besonderem. Die Charaktere sind lebendig und die Story zieht einen schnell in ihren Bann, sodass man das Buch einfach in einem Rutsch zu Ende lesen muss.
  Jacqueline, 18 Jahre

Das Buch ist vollständig aus der Perspektive Juliettes geschrieben, was einerseits sehr interessante Stellen hervorbringt, wozu vor allem die im ersten Teil des Buches auftretenden „durchgestrichenen Gedanken“ gehören, die oft sehr passend sind. Dies und der interessante, hauptsächlich von Andeutungen und den Plänen Warners gezeigte Wandel in der Welt sorgen dafür, dass das Buch extrem spannend ist und man immer wissen möchte, was als nächstes geschieht. Dieses Interesse wird auch durch einige der extremsten Schwächen, massive Logiklücken und einen derart unsympathischen Nebencharakter, nicht zunichte gemacht. Trotz alledem hat das Buch einige hochinteressante Ansätze, von denen ich hoffe, dass sie im zweiten Teil aufgegriffen werden. Leider muss ich sagen, dass das Buch für mich den Fokus viel zu stark auf die Liebesgeschichte legt, und die interessanten Ansätze, welche in großer Zahl vorhanden sind, entweder unterordnet oder ans Ende des Buches verbannt, was allerdings auf den zweiten Teil Hoffnung macht.
Alexander, 19 Jahre

Dieser Roman ist mir zuallererst durch das unglaublich schöne und sehr treffend gestaltete Cover aufgefallen, welches einem schon einmal einen guten Eindruck von der Protagonistin Juliette vermittelt. Auch der Schreibstil mit seinen kurzen aber äußerst prägnanten Sätzen hat mich in seinen Bann geschlagen und Juliettes innere Zerrissenheit zeigt sich vor allem in ihren immer wieder durchgestrichenen Gedanken sehr deutlich! Ich konnte mich somit von Anfang an sehr gut in sie hineinversetzen und ihre Handlungen nachvollziehen. Schade finde ich nur, dass man nicht so viel über die veränderte Welt und die Hintergründe dafür erfährt. Vielleicht nimmt dieser Teil dann im Folgeband ja eine größere Rolle ein! Einziger kleiner Wehmutstropfen ist für mich auch das Ende, das ein wenig abgehackt wirkt und den Leser in der Schwebe hängen lässt! Hier hätte man die Geschichte dann doch noch etwas mehr ausführen können, dann hätte der Roman insgesamt noch etwas runder gewirkt! Trotzdem besitzt „Ich fürchte mich nicht“ sehr viel Potenzial und lässt in jeden Fall auf mehr hoffen!
Sabrina, 18 Jahre

Rick Riordan: Die rote Pyramide
ISBN 3-551-55587-7, Carlsen

Im Buch „Die Kane Chroniken 1 – Die rote Pyramide“ von Rick Riordan geht es um Sadie und Carter Kane, die nach einem Zwischenfall im British Museum den Weltuntergang verhindern müssen.
Das Buch nimmt wie seine Vorgängerreihe „Percy Jackson“ Bezug auf eine antike Mythologie, allerdings nicht mehr auf die griechische sondern auf die ägyptische. In dieser Reihe wird jedoch im Gegensatz zu „Percy Jackson“ der Fokus eher auf Magie und Götter als auf Ungeheuer gelegt. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und größtenteils glaubwürdig, einzig einigen Göttern kauft man nicht ab, dass sie schon seit über 5000 Jahren existieren.
Das Buch ist aus der Sicht der Geschwister geschrieben und wie eine Aufzeichnung gestaltet, bei der sie sich mit dem Erzählen abwechseln. Die gelegentlichen Zwischenrufe des jeweils anderen sind immer wieder erheiternd. Man merkt zwar, dass der Autor sich an den „Percy Jackson“- Büchern orientiert, es sind jedoch genug wichtige Unterschiede vorhanden, um die Mythologie klar abzugrenzen. Die Handlung selbst weist zum Glück kaum Parallelen auf, so dass man nicht nach wenigen Seiten denkt: „Das kenn ich doch irgendwoher.“ Die Bezüge auf die ägyptische Sagenwelt sind verständlich und werden gut genug erklärt, um auch verständlich zu sein, wenn man sich nicht mit diesem Thema auskennt. Alles in allem ist „Die Kane Chroniken – Die rote Pyramide“ ein sehr gutes Buch, das man jedem Fantasy-Fan empfehlen kann. Jeder, der „Percy Jackson“ gut fand, wird auch diese Reihe mögen und sogar mit einigen Anspielungen belohnt werden.
Alexander, 19 Jahre

„Die Kane-Chroniken – Die rote Pyramide ist der Auftakt“ einer weiteren Reihe des Erfolgsautors Rick Riordan und lässt die Herzen der „Percy Jackson“-Fans höher schlagen. Lustige Figuren und komische Situationen ziehen den Leser in ihren Bann.
Jacqueline, 18 Jahre

Als großer Fan der „Percy Jackson“-Reihe habe ich natürlich auch diese neue Reihe des Autors, die sich diesmal mit der ägyptischen Mythologie beschäftigt, verschlungen. Anfangs war ich mir nicht sicher, ob die Geschichten sich dann nicht doch zu sehr ähneln würden, doch schnell stellte sich heraus, dass es sich hier um eine vollkommen andere Geschichte handelt. Insgesamt sind verschiedene Charaktere (wie auch schon bei „Percy Jackson“) sehr treffend beschrieben und man kann sich besonders in die beiden Protagonisten sehr gut hineinversetzen. Viele interessante Informationen über die ägyptischen Götter und Geschichten aus der ägyptischen Mythologie wurden sehr gut in die Handlung eingebettet, sodass man neben dem Lesen auch noch so einiges Wissenswertes erfährt! Die Story ist durchweg sehr spannend geschrieben und motiviert immer wieder zum Weiterlesen, ich persönlich konnte gar nicht mehr aufhören und habe das Buch quasi in einem Rutsch durchgelesen! Insgesamt kann ich „Die rote Pyramide“ jedem empfehlen, der auch schon ein Fan der „Percy Jackson“-Reihe ist! Nicht nur für Ägypten-Interessierte ein Muss! Einfach ein magisches Buch!
Sabrina, 18 Jahre

Beste Reihe 2013: Josephine Angelini: Göttlich-Trilogie
Band 1: Göttlich verdammt (2011)
ISBN 978-3-7915-2625-6, Dressler

Band 2: Göttlich verloren (2012)
ISBN 978-3-7915-2626-3, Dressler

Band 3: Göttlich verliebt (2013)
ISBN 978-3-7915-2627-0, Dressler

Helen war schon immer ein Außenseiter, doch als Lucas auf die ihre Insel zieht und sie ihn ohne jeglichen Grund angreift, ist ihr klar, dass sie ein totaler Freak ist. Aber Lucas und seine Familie sind Halbgötter – Scions – und auch Helen ist eine Halbgöttin und alle anderen sind auf der Jagd nach ihr. Aber warum und kann sie Lucas wirklich trauen? Das Buch ist ein Klischee: ein Mädchen, das sich für anders hält und ein Junge, der sie genau davon überzeugt. Eigentlich sollte man ja meinen, dass dieses Thema zu genüge ausgeschöpft ist. Mindestens ein Buch pro Saison kommt mit solch einem Thema raus und nur wenige davon sind wirklich gut. Aber Göttlich verdammt ist eines dieser Bücher, die wirklich gut sind. Selbst die Idee mit den Halbgöttern ist nicht die neuste, aber trotzdem schafft es Josephine Angelini es, dieses Thema völlig neu aufzuleben zu lassen und das Buch wirklich spannend zu schreiben. Auch die Verknüpfung mit der Geschichte Trojas und den griechischen Göttern gelingt ihr gut.
Madeleine, 18 Jahre

Der Schreibstil bleibt im zweiten Band sehr gut, doch durch viele Orts- und Personenwechsel fehlt zu Beginn eine in sich übergehende Handlung, was auf den letzten hundert Seiten viel besser ist. Spannung geht leider auf weiten Teilen verloren, doch das Ende überzeugt vollkommen und zwingt zum Weiterlesen. Der fulminante Abschluss der Göttlich-Trilogie überzeugt dann vollkommen: Wie Helen immer mehr von ihrer Aufgabe erkennt, so werden immer mehr Geheimnisse gelüftet und Unklarheiten geklärt. Der Schreibstil ist fesselnd und die Spannung wird die ganze Zeit aufrecht erhalten. Eindrücke aus der Vergangenheit – Trojanischer Krieg, … – machen das Ganze noch interessanter und vermitteln gleichzeitig einen historischen Hintergrund. Der Abschluss der Göttlich-Trilogie ist der Autorin Josephine Angelini mehr als gelungen, und selbst wenn der zweite Band nicht so überzeugt hat, ist der dritte Band unbedingt zu empfehlen! Göttlich verliebt hat mich in jeder Hinsicht überzeugt, ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen.
Franziska, 17 Jahre

Die „Göttlich-Trilogie“ von Josephine Angelini erinnert zwar stark an eine Berg-und-Tal-Fahrt, was die Spannungskurve und das Niveau der Geschichte angeht, schließt jedoch ganz eindeutig mit „Berg“. Nach einigen unnötigen Erschwernissen und seltsamen Kampfverläufen mündet die Handlung endlich in ein Happy End. Auch wenn diese Kurzbeschreibung eher niederschmetternd klingt, kann ich „Göttlich“ nur empfehlen. Objektiv betrachtet besteht die Story zwar mehr aus „nicht ernsthaft, oder?“ und „na endlich“ als aus „Oh nein!!! Wie kann das sein? Bitte, bitte, lass es gut für sie ausgehen“, aber trotzdem hat sie einfach das gewisse Etwas, das einen zwingt, weiterzulesen.
Jacqueline, 18 Jahre

Die „Göttlich-Trilogie“ sticht vor allem durch ihren flüssigen, angenehm zu lesenden Schreibstil und die gut ausgearbeiteten Charaktere aus der breiten Masse heraus, da die Geschichte an sich erst einmal nichts sonderlich Neues darstellt. Trotzdem hat mich die Trilogie insgesamt überzeugt, was vor allem am starken Auftakt und Ende lag. Der zweite Band hat meines Erachtens dagegen durch einige Längen in der Handlung etwas geschwächelt und konnte an den starken Vorgänger nicht anknüpfen. Das Ende der Trilogie hat mich dann jedoch wieder vollkommen gefesselt und auch die Anspielungen auf die Geschichte - auf das historische Troja - waren mehr als gelungen! Zudem wurde es gegen Ende auch noch einmal richtig spannend! Alles in allem eine wirklich gelungene Fantasy-Trilogie für alle, die gerne übernatürliche Liebesgeschichten gepaart mit griechischer Mythologie lesen!
Sabrina, 18 Jahre

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Linda Hein
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