Leseempfehlung

Der LesePeter des Monats Januar 2019

04.01.2019

Auszeichnung der AG Jugendliteratur und Medien (AJuM) der GEW




LesePeter-Logo, © AJuM
LesePeter-Logo, © AJuM
Seit 2003 zeichnet die Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien (AJuM) der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) regelmäßig ein besonders empfehlenswertes Buch, abwechselnd in den Sparten Kinderbuch, Jugendbuch, Sachbuch und Bilderbuch, mit dem „LesePeter des Monats“ aus. Rezensionen aller bisher mit dem LesePeter ausgezeichneten Titel stehen auf der Internetseite der AJuM zum Nachlesen zur Verfügung. Die AJuM sichtet und prüft Kinder- und Jugendliteratur sowie Kinder- und Jugendmedien unter dem Gesichtspunkt der Verwendbarkeit in pädagogischen Arbeitsfeldern. Die Ergebnisse dieser von mehr als 500 Pädagoginnen und Pädagogen aus allen Bundesländern getragenen Arbeit fließt unmittelbar ein in die pädagogische Praxis und in die direkte Beratung von Kindern, Eltern und Lehrkräften in Fortbildungsveranstaltungen und in zahlreiche Publikationen.

Der 185. LesePeter geht an das Kinderbuch:

Rübezahl, neu erzählt
Von Thomas Bachmann und Hetty Krist
110 Seiten, 12,95 EUR, ab 5 Jahren
Leipzig: Lychatz 2018
ISBN: 978-3-942929-67-7

Rübezahl ist eine Sagengestalt aus dem Riesengebirge, die immer mehr in Vergessenheit gerät, sofern es nicht Kinderbücher wie dieses gibt. Als Grundlage dienten die Rübezahl-Sagen von Johannes Praetorius, publiziert im Jahr 1920, von denen etwa ein Drittel ausgewählt und mit großer Sorgfalt in eine modernere Sprache übertragen wurde.
Als Rahmenhandlung treffen wir auf einen Geschichtenerzähler, der „vor langer, langer Zeit“ als Wanderer bei einer jungen Witwe und deren Kindern Grete und Friedrich um Unterkunft und Essen bittet. Freundlich nehmen sie den Unbekannten auf und verlangen als Bezahlung eine Geschichte, worauf die erste Erzählung mit Rübezahl folgt, der die Familie begeistert lauscht. Drei Tage und Nächte bleibt der Gast im Haus und jeden Morgen und Abend erzählt er weitere Episoden. Diese sind teilweise mit konkreten Jahreszahlen zeitgeschichtlich eingeordnet und von 1620 bis 1662, während des 30-jährigen Krieges (1618-1648) und nach diesem, angesiedelt. So sind einige Verhaltensweisen und Taten Rübezahls nur im Kontext seiner Zeit verständlich, was über die Gespräche zwischen dem Erzähler und der Familie gekonnt vermittelt wird. 
„Rübezahl, neu erzählt“ bietet sich für den Literaturunterricht in der Schule im Bereich Sagen an, da die alten Texte mit großer Sorgfalt überzeugend übertragen wurden und so der ursprüngliche Geist, wie ihn Johannes Praetorius hinterließ, erhalten bleibt.

Lesen Sie die vollständige Rezension sowie Informationen über den Autor und die Illustratorin auf der LesePeter-Seite der AJUM.

Die Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien (AJuM) der GEW
In der AG Jugendliteratur und Medien (AJuM) arbeiten LehrerInnen, ErzieherInnen und MitarbeiterInnen aus dem Hochschulbereich. Landesstellen der AJuM gibt es in12 Landesverbänden. Ihre ca. 500 Mitarbeiter rezensieren Kinder- und Jugendmedien, die von den Verlagen zur Verfügung gestellt werden, organisieren regionale und bundesweite Fortbildungen, geben Publikationen heraus, präsentieren ihre Arbeit auf Messen und vergeben den Heinrich-Wolgast- Preis der GEW für Kinder- oder Jugendmedien, die sich mit dem Thema Arbeitswelt befassen. Außerdem beraten sie Kollegen in Fragen der Kinder- und Jugendliteratur und der Schulbibliothek. Jede/r an Kinder- und Jugendliteratur sowie an Kinder- und Jugendmedien Interessierte ist zur Mitarbeit eingeladen.

Kontakt:
AJuM der GEW
c/o Ulrich H. Baselau
Osterstr. 30
26409 Wittmund
E-Mail: ulrich.baselau (at) ajum.de

Redaktionskontakt: schuster@dipf.de